Studienfahrt Rom 2022

Studienfahrt Rom 2022

Mittwoch – Alle Wege führen nach …

Am 18. Mai 2022 trafen sich 27 Erwachsene um 10 Uhr am Helmut-Schmidt-Flughafen in Hamburg. Ihr Ziel: Die Hauptstadt des Römischen Reichs, wo einst der große Herrscher Augustus regierte. Unglücklicherweise passten 15 Koffer nicht ins Handgepäck, was zu Chaos am Flughafen führte. Zum Glück konnte unser Medienprofilleiter, REBtv-Chef und ehemalige RSH-Ikone Herr Schwarz dies nach einem Telefonat mit der Reiseagentur lösen. Danach führten nun wirklich alle Wege nach Rom, erst recht mit der erfahrenen Reiseleiterin Frau Voigt, die mit ihrem schnellen Schritt schon 1988 ihre erste Studienfahrt bestritt. Nach einer erfolgreichen Sicherheitskontrolle hat uns die laute Stimme unserer Reiseleiterin zum Gate geführt. Dann hieß es pünktlich um 12:25: Vale Hamburg!

Der Flug war wie mit italienischem Wein von Vorfreude getränkt. Diese ist bekanntlich die schönste Freude, was sich später noch als wahr herausstellen sollte, aber dazu später mehr. In Time hieß es SALVE ROM. Mit der Sauna, in Italien auch Bus genannt, führte uns einer 20-minütiger Weg ins „hu Roma Camping in Town“. Der erste Schock im Bungalow saß tief, jedoch konnte die Situation mit einer kleinen aber feinen Aufräumaktion schnell behoben werden. Der Supermarkt gegenüber war schnell zu erreichen und somit haben wir uns eine Pasta à la Kevin gekocht, die für eine Geschmacksexplosion in unseren Mündern gesorgt hat. Nach einem kleinen Teammeeting war der nächste Tag geplant. Den Abend haben wir mit einem Sieg von Eintracht Frankfurt im Finale des Europapokals ausklingen lassen. Es wurde aber nicht zu spät, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus.

Donnerstag – Tauben sind Dreck

Nachdem wir am Ankunftstag einkaufen waren, konnten wir am Morgen ein semigesundes Frühstück genießen. Es gab Schokoflakes und sogar Obst! Die Nacht war für die einen so und für andere so. Die Matratzen waren zu hart, die Zimmer zu klein und die Bettdecke wollten wir nicht als Bettdecke anerkennen. Da Emma auch bei dem Versuch, die Klimaanlage anzustellen, leider den ganzen Strom abgestellt hatte, kamen wir nicht mehr ins Haus – aber die Fenster waren eine gute Alternative zur Tür. Nach dem brisanten Morgen ging es dann das erste Mal in die italienische Hauptstadt. Wir waren alle hochmotiviert und bei bester Laune. Dass 30 Grad bei 20.000 Schritten irgendwann auch anstrengend werden können, realisierten wir erst später… 8.30 Uhr, Abfahrt mit der Bahn und der Metro: Erstes Ziel war die Piazza del Popolo. Elijah hielt ein Referat über den Platz und die anliegende Kirche Santa Maria del Popolo, in die wir aber leider nicht reinkamen, weil dort zeitgleich eine Messe stattfand.

Außerdem haben wir gelernt, dass man auch italienische Ampeln drücken muss. Für diese Erkenntnis haben wir auch nur circa achteinhalb Minuten gebraucht. Heute lässt sich allerdings sagen: In Italien sind rote Ampeln nur ein Angebot, um anzuhalten und das Motto lautet: Wer bremst, verliert.

Den ersten Motivationsverlust erlitten wir, als wir die unendlich lange, nicht vom TÜV-genormte  Treppe zum Pincio und zum Park der Villa Borghese hinter uns bringen mussten. Aber der Ausblick war die Anstrengung wert.

Im Park haben wir uns dann eine sehr interessante Wasseruhr angesehen, jedoch scheiterte es an den nötigen physikalischen Grundkenntnissen, als wir versuchten, uns den Mechanismus der Uhr zu erklären.

In der Mittagspause, in der wir die beste Pizza Roms fanden und sonst orientierungslos durch die Stadt irrten, konnten wir uns mehr oder weniger erholen. Anschließend ging es weiter über die Spanische Treppe, auf die man sich im Übrigen nicht setzen darf…

Angekommen bei der Fontana di Trevi stellten wir zum ersten Mal fest, dass die italienischen Tauben sich ähnlich wie die deutschen verhalten: Herr Schwarz durfte von einer Taube ein kleines „Andenken“ mitnehmen.

Nach einer Legende bringt es bekanntlich Glück, Münzen über die rechte Schulter in den Brunnen zu werfen. Klingt eigentlich einfach, oder? Wie viele Fragen bei dieser Anweisung allerdings offen bleiben, bewiesen unsere Versuche, Münzen in den Brunnen zu werfen. Um es kurz zusammenzufassen: Einige Touristen laufen jetzt vielleicht mit einer Beule durch die Gegend.

Um unseren ersten Stadttrip perfekt abzurunden, gab es anschließend noch Eis bei Giolitti. Die Auswahl zwischen den vielen verschiedenen Sorten musste allerdings sehr schnell erfolgen, da ansonsten das italienische Temperament der Eisverkäufer, denen es nicht schnell genug gehen konnte, zum Vorschein kam.

Nach einer langen und sehr warmen Rückfahrt konnten wir dann endlich ins kühle Wasser vom Pool springen, wobei Springen übertrieben ist. Kurz zusammengefasst: No jumping, no diving und mit dem Ball spielen durften wir auch nicht. Besonders gut kam dies bei den meisten nicht an und der Frust wurde an unschuldigen Tauben am Pool ausgelassen, Zitat: „Digga, sogar die Dreckstaube darf aus dem Pool trinken, aber wir dürfen nicht mit dem Ball spielen?!“

Um den Tag gebührend zu beenden, verfolgten wir gespannt das Fußballspiel HSV vs. Herta BSC, das der HSV zur Freude vieler Zuschauer (aber nicht unserer Nachbarn) gewann. Was wir daraus gelernt haben? Unser Schülersprecher liebt diesen Verein und Ananas ist nicht zum Abbeißen gedacht bzw. nicht mit einem Apfel vergleichbar…

Freitag – Spaß mit Bus und Bahn

Den gestrigen Tag (und die Nacht) noch in den Knochen, wurde uns am Freitagmorgen gleich schon eine Viertelstunde Schlaf mehr geklaut. Bereits 8:15 trafen wir uns, um uns auf den Weg in Richtung Rom zu machen. An diesem Tag ging es zum ersten Mal mit dem Bus in die Stadt – dank Bahnstreik. Und weil das noch nicht genug war, sorgte auch die Metro für reichlich Verwirrung. Erst war der Eingang geschlossen, dann doch offen, aber nur um uns nach drei langen Rolltreppen mitzuteilen, dass in dieser Station doch keine Züge abgefertigt werden.

Merkwürdig, denn nach kurzem Laufweg konnten wir in der Nachbarstation schließlich doch in einen fahrenden Zug einsteigen.

Der anschließende Transport im (wie immer) überfüllten Linienbus brachte uns langsam in Richtung unseres ersten Tagesziels: Der Catacombe di San Sebastiano. Mit dem Einstiegsvortrag von Arlinda und Mara hatten wir bereits eine Vorstellung, was uns gleich in den früheren Grabstätten erwarten würde.

Die Gruppe hatte gemischte Gefühle aus Neugier und Unwohlsein in den dunklen Gängen unter Rom. Manch einer wird ganz froh gewesen sein, dass man aus Respekt vor den Toten erst gar keine Bilder machen durfte. Nach der Führung, die glücklicherweise auf halbwegs verständlichem Deutsch gehalten wurde, schauten wir uns noch die direkt über den Katakomben liegende Basilika San Sebastiano an, und wurden dabei gleich Zeugen einer echten römischen Taufe.

Anschließend ging es wieder zurück zur Haltestelle. Die Sonne stand inzwischen noch senkrechter als zuvor und so war auch das letztes Stück Schatten auf dem Weg verschwunden. Also stellten wir uns in die pralle Sonne und warteten auf den Bus. Etwas anderes blieb uns auch nicht übrig. Nicht, dass wir unzuverlässigen Busverkehr in Deutschland nicht gewohnt wären, aber die Italiener gehen nochmal einen Schritt weiter und besitzen erst gar keine Fahrpläne. Es glich also Glücksspiel, ob und wann wir unsere Reise fortsetzen konnten.

Knappe 1,5 Stunden später stiegen wir – erstaunlicherweise ohne einzigen Sonnenstich – in den nicht merkbar kühleren Bus. Zurück in die Stadt bescheinigte uns die Reiseleitung 90 Minuten Mittagspause, die wir zum Snacken und Bummeln (ja gut, eher Trotten…) mit unseren Freunden in der Stadt nutzen. Treffen war dann vor dem Kolosseum, wobei Frau Voigts Vorstellungen des Treffpunkts („am Ende der Straße“) mit unseren („im Schatten“) nicht ganz übereinstimmte.

Mehrfach die richtige Warteschlange verfehlt, stellten wir uns erst doch richtig an und dann aber fest, dass unsere Reservierung für die kommende Stunde war und wir deshalb nochmals warten durften. In unserer Pause wurde zu unser Erheiterung öfter versucht, uns gekühltes „Wada“ anzudrehen. Wir blieben hartnäckig und auch Laslo lehnte professionell das scheinbare „Gratis“-Armband ab.

Endlich durch den Security-Check gelaufen, ging es in das berühmte Kolosseum von Rom, oder besser gesagt das, was davon noch stehen geblieben ist. Gerne hätten wir uns vor Ort einen Gladiatorenkampf angesehen, dafür waren wir aber leider über 1600 Jahre zu spät. In der Zwischenzeit haben die Römer ihre Sehenswürdigkeit auch schon teilweise abgetragen – weil sie die Steine zum Bau ihrer Häuser verwendeten.

Dennoch ein sehenswerter Ort von beeindruckender Größe. Von der Arena hatten wir auch einen guten Blick auf das Forum Romanum. Dessen Besuch verschoben wir aber von Freitag auf Sonntag.

Für den Pool waren wir an diesem Abend leider zu spät im Campingdorf, doch mit dem Versprechen, morgen mehr Zeit zu haben, gaben wir uns zufrieden. Nach einer ausreichenden Pause aufgrund von schmerzenden Füßen verbrachten wir den Abend zusammen vor den Bungalows.

Natürlich lief Fußball: Relegation 2. Bundesliga, Kaiserslautern gegen Dynamo, Endstand 0:0

Samstag – Lange Hosen? Plastikflaschen?

9:15: Ein sanfter Start in den körperlich und mental strapazierendsten Tag der gesamten Woche. Die Niagarafälle waren nichts gegen unseren Schweiß. Nicht einmal Odysseus hätte diese Fahrt überstanden. Hart erkämpft erreichten wir unseren Ort der Bestimmung. Ein schleierhaftes Licht erhellte die vor Trockenheit zerfallenden Körper der trotteligen, trottenden, televisionär erkrankten, mental tiefschwebenden Touristen.

Morgens machten sich viele Gedanken über die am Tag zuvor genannten Einschränkungen im Petersdom. Auf alles vorbereitet, trafen wir uns um 9:15 an der Rezeption und fuhren per (leicht verspäteter) Bahn zum Petersplatz. Dort angekommen, hielten Laslo und Kevin einen Vortrag über den Petersplatz und -dom, woraufhin wir uns an die Warteschlange stellten.

Zum Glück war diese recht kurz, es ging schnell durch die Sicherheitskontrolle und in den Dom. Bis auf die „keine Kopfbedeckungen“-Regel wurden die weiteren erwarteten Richtlinien, wie z.B. die gegen Trinkflaschen, große Rucksäcke und kurze Hosen, nicht durchgesetzt. Die Besichtigung der Kirche wurde jedem selbst überlassen. Von innen war der Petersdom sehr imposant, es gab viele Möglichkeiten für Fotos. Um 11:20 trafen wir uns wieder, um gemeinsam die Kuppel zu erklimmen.

Wer Platzangst hatte, sollte besser draußen bleiben, aber hat Pascal jemals auf einen guten Ratschlag gehört? Natürlich war der Aufstieg nicht jedermanns Sache, so gab es zwischen den schräg gestellten Gängen, scheinbar endlosen Treppen und extremen Höhen die eine oder andere ausgelöste Platz- und Höhenangst. Nach 551 schweißtreibenden Stufen konnten zumindest die nicht für Höhenangst anfälligen Schüler aber endlich den Ausblick über Rom genießen. Von oben waren viele Sehenswürdigkeiten zu erkennen, darunter der Petersplatz, die Engelsburg und das Kolosseum, das wir am Vortag besichtigt hatten.

Nach der aufgeteilten entspannten Freizeit von 13-14:00, in der viele Pizza auf die Hand aßen, ging es auf den Weg zur Piazza Navona. Diese war zum Glück bloß eine gute Stunde Fußweg entfernt. Zur wärmsten Zeit des Tages. Vorbei kamen wir dabei an der Engelsburg, über die Laslo und Kevin einen weiteren Vortrag hielten. Hier erfuhren wir, dass die Burg ihren Namen aufgrund einer Erscheinung des Erzengels Michael erhielt, der das Ende der Pest-Pandemie verkündete. Bei dem Namen „Michael“ mussten viele schmunzeln, als sie Herrn Schwarz ansahen. Göttlich wie eh und je, unser Herr Schwarz.

Nun aber zur Piazza Navona:

Julius Cäsar hat auf dem Marsfeld ein provisorisches Stadion für Spiele griechischen Typs, das heißt athletische Wettkämpfe, errichtet. Dieses Stadion wurde später von Kaiser Domitian weiter ausgebaut. Neben den Wettkämpfen wurde das Stadion auch für Gladiatorenspiele in Gebrauch genommen.  Im Jahr 217 nahm das Kolosseum durch ein Feuer schwere Schäden. Aus diesem Grund ist heutzutage nur noch ein Teil der ursprünglichen Konstruktion erhalten geblieben. Nach Roms Konvertierung zum Christentum waren Gladiatorenspiele nicht mehr akzeptiert, weshalb das Stadion (vermutlich unter Severus Alexander) umfangreich restauriert wurde.

So oder so ähnlich haben uns das vor Ort  auch Anne und Antonia erzählt. Nach dem Vortrag, an den berühmten Brunnen (von den außer den Referenten – und Frau Voigt selbstverständlich – noch niemand gehört hatte) vorbeigehend, machten wir uns auf den Weg zum Pantheon.

Leider war das Pantheon an dem Tag nur mit Tickets zu besichtigen, weswegen der Besuch auf Montag verlegt werden musste. Trotzdem hielt Antonia ihren Vortrag zum Pantheon noch schnell vor dessen Mauern, bevor dann jeder den Rest des Tages selbst gestalten konnte.

Einige blieben in der Stadt, andere machten sich, meist nach Zwischenstopp in einer Eisdiele, auf den Weg zurück zum Camp und direkt in den kühlen Pool.

Nach der Entspannung mussten Vorbereitungen für den folgenden Tag, wie Einkaufen, getroffen werden. Abends um 20:45 trafen wir uns dann, um den nächsten Tag zu besprechen und uns den Vortrag über die Kapitolinischen Museen von Pascal und Jarvis anzuhören, den sie garantiert nicht im Geringsten mit Fremdenführer in der Hand improvisiert hatten. Dies verspielte ihnen jedoch nicht die generöse Honorierung des Publikums.

Zum Abschluss des Tages verfolgten viele lautstark das DFB-Pokalendspiel zwischen SC Freiburg und RB Leipzig, wonach es endlich Zeit für das wohlverdiente Schäfchenzählen in der Horizontalen war.

Sonntag – Statuen, Gemälde …und Steine

Unser letzter voller Tag in Rom begann wieder um halb neun an der Bushaltestelle. Wir fuhren mit dem vollen Bus bis zur Haltestelle, an der wir umsteigen wollten. Hier traten einige Verwirrungen auf, die nur dank Frau Voigts Italienischkenntnissen gelöst werden konnten.

Als wir an der Piazza Venezia ausstiegen, ließen sich – wie für Rom typisch – viele Denkmäler bewundern. Danach stiegen wir die Treppen zum Kapitolsplatz hoch, wo wir direkt im Schatten eine kleine Pause einlegten.

Dann konnten wir endlich in den Konservatorenpalast, das älteste Museum der Welt, eintreten. Dort gab es einiges zu sehen, wie zum Beispiel eine antike Henkerskammer, viele Statuen und Gemälde und einen beeindruckenden Ausblick auf das Forum Romanum.

Wir führten unseren Weg zum Forum Romanum mit einem kurzen Zwischenstopp, um unser Wasser nachzufüllen, fort. Denn Hydrierung ist sehr wichtig, wenn man den ganzen Tag bei dreißig Grad in der prallen Sonne Rom erkundet.

Doch am Forum erwartete uns eine böse Überraschung: Unsere Reservation vom Freitag war inzwischen ausgelaufen. Also beschlossen wir das Forum nur von außen zu betrachten, was uns der Reiseführer von Herrn Schwarz auch empfohlen hatte. Wir erfuhren mehr über das Forum Romanum in einem kurzen Referat und dank der Kenntnisse von Frau Voigt.

Dann machten wir uns auf den Weg zur Metrostation am Kolosseum, um uns dort aufzuteilen und unseren restlichen Tag frei zu gestalten. Dort erwartete uns allerdings die nächste böse Überraschung: Wegen Wartungsarbeiten war die Metro geschlossen. Nach kurzem Überlegen begaben sich diejenigen, die bereits zum Campingplatz zurück wollten wieder zurück zur Bushaltestelle an der Piazza Venezia. Völlig erschöpft setzten wir uns in den ungewöhnlich leeren Bus.

Doch alle guten (sowie schlechten) Dinge sind drei: Wir wollten wieder an der Haltestelle unseres Vertrauens umsteigen, jedoch kam der Bus nicht. Ein Teil unserer Kleingruppe beschloss daher, zu Fuß wieder zum Campingplatz zurückzugehen, der andere Teil wartete noch eine weitere halbe Stunde, nur um dieselbe Feststellung zu machen und auch zu Fuß zurückzugehen. Schlussendlich erwischte nur eine kleine Teilgruppe den Bus, der Rest schloss sich unserem Schicksal an.

Nach dem langen Fußweg in der Sonne beschlossen viele, sich ein letztes Mal im Pool abzukühlen. Zum krönenden Abschluss gab es abends noch ein gemeinsames Pizzaessen.

Beim allabendlichen Treffen hielt Herr Schwarz noch eine Rede für Frau Voigt, da dies ihre letzte offizielle Studienfahrt war.

Trotz der Komplikationen war es ein schöner und erfolgreicher letzter voller Tag in Rom.

Montag – Unterwegs mit Schlafwandlern

Am 23.05 ist unser letzter Tag angebrochen. Bis 10 Uhr mussten wir unsere Bungalows von den Überresten der letzten Abende befreien und eine letzte Ordnung für die Nachgänger hinterlassen. Kurz nach 10 Uhr haben wir unser Gepäck an der Rezeption abgegeben, damit wir mit der Bahn nochmal in die Innenstadt Roms fahren konnten. Dafür sind wir wie immer zu dem Bahnhof „Roma Aurelia“ gelaufen um mit der doch recht leeren Regionalbahn zum Hauptbahnhof „Termini“ zu fahren. Dort angekommen haben wir den Hauptbahnhof unterirdisch per Laufband durchquert um dann mit der Metro zu unserem ersten Haltepunkt zu kommen: dem Pantheon (offiziell Frau Wystriks Lieblingsort).

Im Vergleich zu den anderen Kirchen und Tempeln war das Pantheon ehrlich zugegeben weniger spannend. Die runde Kirchenhalle wirkt vor allem durch ihren prunkvollen Marmorboden und der 43m hohen Kuppel recht beeindruckend. Zusätzlich konnten wir dort das Grab des bekannten Malers Raffael besichtigen.

Tatsächlich war das auch schon alles.

Auf dem weiteren Weg durch Rom sind wir an der Kirche „Santa Maria Sopra Minerva“ vorbeigekommen. Da diese schon seit einigen Jahren renoviert wird konnten wir diese leider nicht von innen besichtigen. Zumindest konnten wir ein Gruppenbild vor dem Obelisken, welcher von einem gemeißelten Elefanten getragen wurde, machen.

Umso mehr ernüchternd war die Ankunft an der „Chiesa del Gesu“. Schon auf dem Weg dahin wurden wir von Frau Voigt vorgewarnt, dass wir im nächsten Moment die „hässlichste Kirche Roms“ besichtigen werden. Da konnten wir uns glücklich schätzen, als uns auch dort der Eintritt nicht gewährt wurde.

Statt dem Besichtigen der „hässlichsten Kirche Roms“ durften wir uns ca. zwei Stunden frei in Rom rumbewegen, wobei sich die einen für eine Pizza, und die anderen für ein Eis entschieden. Dabei sind einige auf einen Laden gestoßen, welcher Klamotten und Gegenstände für den heiligen Papst verkaufte).

Da jedoch keiner von uns Lust hatte, sich kirchlich zu kleiden, verbrachten wir einen Großteil der Freizeit mit warten. Außerdem waren fast alle von den vergangenen Tagen geschafft, weswegen uns allen die Motivation fehlte etwas auf eigene Faust zu unternehmen.

Nach der Freizeit folgte die Heimfahrt, wieder mit U-Bahn und Regionalbahn. In der erneut ziemlich leeren Regionalbahn nutzten viele das gleichmäßige Rauschen der Bahn, um ein Nickerchen zu machen. Trotz der „Powernaps“ waren die meisten von uns immer noch wenig motiviert, weshalb wir wie Schlafwandler zu dem Bus liefen, welcher uns anschließend auf direktem Wege zum Flughafen beförderte. Am Flughafen angekommen konnten wir unser Gepäck abgeben, und kurze Zeit später auch schon durch die Sicherheitskontrollen. Hinter den Kontrollen hatten wieder eine Stunde Freizeit, um uns nochmal am Flughafen zu begnügen. Dabei haben sich einige die letzte Pizza in Italien gegönnt.

Mit ca. 30 Minuten Verspätung konnten wir das Flugzeug betreten, und darauf auch schon losfliegen. Gleichzeitig zu unserem Flug spielte in Hamburg der HSV in der Relegation gegen Hertha, was bei einigen von uns sehr viel Frust auslöste. Wir alle konnten jedoch einen sehr schönen Sonnenuntergang über den Wolken beobachten, was die Stimmung ein wenig anhob.

In Hamburg gelandet konnten wir schnell unser Gepäck abholen, und nach einer kurzen Abschlussrede von Frau Voigt konnten wir unsere Familien empfangen.