Grenzen ausloten bei der JuniorAkademie in Bad Segeberg

In diesem Sommer nahmen Schüler des Gymnasiums Eckhorst an der JuniorAkademie Schleswig-Holstein in Bad Segeberg teil. René Abrell, inzwischen in Klasse 8, und Paul Frankenberg, inzwischen in Klasse 7, verbrachten dort zehn Tage gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Schleswig-Holstein.

Die JuniorAkademie ist Teil der außerschulischen Begabtenförderung in Schleswig-Holstein. Schülerinnen und Schüler können von ihrer Schule für eine Teilnahme empfohlen werden und wählen anschließend aus verschiedenen Kursangeboten. In diesem Jahr standen die Kurse unter dem gemeinsamen Leitthema „Grenzen“ – betrachtet aus ganz unterschiedlichen naturwissenschaftlichen, gesellschaftlichen und kreativen Perspektiven.

René nahm am Kurs „Mehr als man sieht – Alltagsprodukte und ihre ökologischen Zusammenhänge und Grenzen“ teil. Dabei beschäftigten sich die Jugendlichen unter anderem mit Rohstoffen, Lieferketten, Ressourcennutzung und Entsorgung. René untersuchte beispielsweise im Rahmen einer Materialflussanalyse eines Smartphones, welche Materialien darin stecken, woher sie stammen und welche ökologischen Auswirkungen mit Herstellung und Nutzung verbunden sind.

Paul besuchte den Kurs „Chemie im Alltag: Inhaltsstoffe in Kosmetik- und Haushaltsprodukten“. Dort untersuchten die Jugendlichen, was eigentlich in alltäglichen Kosmetik- und Haushaltsprodukten steckt und welche chemischen Eigenschaften die verwendeten Stoffe haben.

Für René gehörte allerdings nicht nur die Arbeit in den Kursen zu den besonderen Erfahrungen:

„Mein Highlight war, so viele neue Leute aus ganz Schleswig-Holstein kennenzulernen. Wir haben gemeinsam an unseren Themen gearbeitet, aber auch einfach viel Zeit miteinander verbracht, geredet, Karten oder Schach gespielt und eine gute Zeit gehabt.“

Auch außerhalb der Kurse war einiges los. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten ihre Musikinstrumente mitgebracht – von Violinen und Trompeten über ein Fagott bis hin zu einer großen Harfe. Andere spielten hervorragend Klavier, sodass Musik schnell zu einem festen Bestandteil der gemeinsamen Freizeit wurde.

Besonders gut kam auch an, dass die Jugendlichen in kleinen Gruppen selbstständig in die Stadt gehen konnten. Ein gemeinsamer Besuch im Supermarkt blieb dabei ebenfalls in Erinnerung – zumindest wirkte das Süßigkeitenangebot anschließend deutlich überschaubarer.

Und selbst das Jahresthema „Grenzen“ fand sich mit einem Augenzwinkern im Akademiealltag wieder: Wer beispielsweise zu spät kam oder seine Sachen irgendwo liegen ließ, musste als „Strafe“ einen Vierzeiler dichten und ihn nach dem Frühstück vor allen im Auditorium vortragen. Die Regel galt übrigens gleichermaßen für Jugendliche und Betreuende.

„Man hat dort schon viel gearbeitet, aber es hat sich trotzdem nicht wie Schule angefühlt. Gerade die Mischung aus den Kursen, den Leuten und der gemeinsamen Freizeit war richtig gut.“

So boten die zehn Tage in Bad Segeberg nicht nur die Gelegenheit, sich intensiv mit neuen Themen auseinanderzusetzen, sondern auch, neue Menschen kennenzulernen, gemeinsam Neues auszuprobieren und dabei die eine oder andere Grenze auszuloten.

Abrell