Was sind Ihre Lieblingsthemen in dem Fach, das Sie unterrichten?
Herr Meyer: In Mathematik finde ich die Analysis super, also Kurvendiskussion, Differential- und Integralrechnung. In Geschichte interessiert mich besonders die Geschichtstheorie: Wie entsteht Geschichtskultur in einer Gesellschaft, und wie bildet sich Geschichtsbewusstsein heraus? Das ist gerade jetzt spannend, weil digitale Medien und KI verändern, wie wir mit Vergangenheit umgehen.
Frau Simon: In Spanisch gehört die Behandlung der verschiedenen spanischsprachigen Länder zu meinen Lieblingsthemen. Nicht nur innerhalb Spaniens gibt es mehrere Sprachen und damit viele interessante Anknüpfungspunkte. Spanisch wird in über 20 Ländern gesprochen, die man im Unterricht behandeln kann und zu jedem gibt es viele spannende Themen. In Französisch sieht es ähnlich aus, denn auch hier kann man viele frankophone Länder behandeln. Besonders gern thematisiere ich aber auch die deutsch-französischen Beziehungen, die sich aus einer Feindschaft in eine Freundschaft entwickelt haben.
Frau Reckling: In Deutsch unterrichte ich besonders gerne epische und lyrische Texte. Dabei finde ich insbesondere Kurzgeschichten toll, da wir so im Unterricht die Möglichkeit haben, in unterschiedliche Geschichten einzutauchen, die verschieden und vielfältig sind. Bei lyrischen Texten finde ich die sprachliche Dichte der Textform sehr beeindruckend. Das zeichnet sich dadurch aus, dass Gedichte Themen, wie zum Beispiel unterschiedliche Jahreszeiten, nicht nur inhaltlich abbilden können, sondern durch ihre sprachliche Gestaltung auch die Stimmung der jeweiligen Jahreszeit aufgreifen können. Das finde ich sehr faszinierend. In Philosophie finde ich den ethischen Reflexionsbereich besonders spannend. Durch den Austausch und die Überlegungen der Schülerinnen und Schüler erhalte ich selbst immer neue Impulse, über die ich nachdenken und die wir im Unterricht diskutieren können. Dabei können wir immer auch aktuelle Beispiele verwenden, an denen wir ethische Begründungsmodelle anwenden, diskutieren und bewerten können.
Herr Detlef: In WiPo (Q1): „Europa in Gegenwart und Zukunft“, weil es so schön abwechslungsreich ist, und in Geo (8. Klasse): „Kakaoanbau“, da gehört natürlich eine Schokoladen-Verkostung im Unterricht dazu.
Frau Frenzel: In Deutsch unterrichte ich gerne Grammatik. Begeistert bin ich aber auch vom Interpretieren epischer und dramatischer Texte.
In Geographie finde ich die physischen Themen besonders spannend, insbesondere alles rund um die Plattentektonik und das Klima. Insgesamt macht es mir viel Spaß, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern über spannende Themen ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren.
Was mögen Sie an dem Beruf der Lehrkraft?
Herr Meyer: Der Moment, in dem jemand etwas verstanden hat, ist tatsächlich das Schönste daran. Wissen weiterzugeben und zu merken, dass es ankommt, macht mir Freude.
Frau Simon: Ich mag die Abwechslung: thematisch und sprachlich gibt es viel zu entdecken, aber auch die unterschiedlichen Klassen sind verschieden. Kein Tag und keine Klasse sind gleich. Außerdem beobachte ich gern, wie schnell die Schülerinnen und Schüler gerade am Anfang eine Sprache lernen und ihre Kenntnisse dann von Jahr zu Jahr erweitern.
Frau Reckling: Ich finde den Austausch mit den Schülerinnen und Schülern besonders bereichernd. Im Rahmen des Berufs darf man Kinder und junge Erwachsene in ihrer Entwicklung begleiten und das ist in meinen Augen eine sehr erfüllende Aufgabe. Zudem bereitet es mir Freude, Inhalte kreativ für meinen Unterricht vorzubereiten und dabei den Lernfortschritten der Klasse und einzelner Individuen zusehen zu dürfen.
Herr Detlef: Den Austausch mit jungen Menschen, die immer wieder neue, spannende Ideen haben.
Frau Frenzel: An meinem Beruf liebe ich die Abwechslung und das Arbeiten mit ganz verschiedenen Menschen.
Warum sind Sie Lehrkraft geworden?
Herr Meyer: Nach dem Abitur habe ich einen Bundesfreiwilligendienst am Eckhorst gemacht und dabei zum ersten Mal Schule von der anderen Seite erlebt. Danach war die Entscheidung für das Lehramtsstudium in Geschichte und Mathematik naheliegend: Geschichte interessiert mich sehr, und Mathematik macht mir einfach Spaß. Während des Studiums und der Praktika hat es mir immer besser gefallen. Jetzt bin ich im Referendariat, also noch in Ausbildung.
Frau Simon: Ich habe schon immer gerne Sprachen gelernt und mich für andere Länder und Kulturen interessiert. Die Studienberatung hat mir bei der Entscheidung, Lehrerin zu werden, weitergeholfen.
Frau Reckling: Ich wollte Lehrerin werden, seitdem ich selbst das erste Mal eine Schule betreten habe. An diesem Wunsch hat sich, auch als ich älter wurde, nichts geändert, wobei die Beweggründe sich etwas weiterentwickelt haben. Ich fand den Gedanken, dass ich jeden Tag mit Menschen interagieren kann schon immer schön, dabei habe ich auch schon schnell erkannt, dass es etwas besonderes ist, Menschen so lange auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Aus diesem Grund bin ich auch Gymnasiallehrerin geworden.
Herr Detlef: Ich habe nach der Schule ein FSJ im Kindergarten absolviert und dann eine Ausbildung zum Erzieher gemacht. Als Schüler war ich aber immer schon von WiPo und Geo begeistert und wollte dann unbedingt noch studieren. Lehrer ist dann die ideale Kombination aus Pädagogik und Fachlichem.
Frau Frenzel: Schon früh stand die Idee im Raum, Lehrerin zu werden. Seit meiner Jugend bin ich als Teamerin in Jugendgruppen tätig, wodurch mir klar wurde, dass ich im sozialen Bereich arbeiten möchte. In der Oberstufe entstand dann das große Interesse an meinen Fächern Deutsch und Geographie, sodass sich der Berufswunsch „Lehrerin“ gefestigt hat.
Wie gefällt Ihnen das Eckhorst bis jetzt?
Herr Meyer: Sehr gut. Freundliche Atmosphäre, sehr gute Rahmenbedingungen, offene Schülerinnen und Schüler, hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Und da ich hier schon meinen Bundesfreiwilligendienst gemacht habe, war die Rückkehr ans Eckhorst für mich fast ein Nachhausekommen.
Frau Simon: Das Eckhorst gefällt mir sehr gut. Natürlich ist anfangs vieles neu und die vielen neuen Namen, Strukturen, Räume, Regelungen etc. sind eine Herausforderung. Trotzdem habe ich mich schnell wohlgefühlt.
Frau Reckling: Ich fühle mich jetzt schon nach wenigen Wochen sehr wohl! Sowohl die Schülerschaft als auch das Kollegium sind wahnsinnig freundlich, bemüht und herzlich, wodurch mir das Einleben leicht gemacht wurde. Natürlich ist der Prozess des Einlebens noch nicht abgeschlossen, aber ich freue mich sehr, dass ich Teil dieser tollen Schulgemeinschaft sein darf!
Herr Detlef: Mein erster Eindruck von der Schule war schon vor der Zusage sehr gut, weil ich so freundlich empfangen wurde; das hat sich auch in den ersten Wochen bestätigt.
Frau Frenzel: Ich habe einen besonders positiven Eindruck vom Eckhorst, wodurch ich mich hier seit Tag 1 sehr wohl fühle. Das tolle Kollegium und die nette Schülerschaft haben mir einen guten und angenehmen Start ermöglicht.
Was unterscheidet das Eckhorst von Ihrer vorherigen Schule?
Herr Meyer: Ich war vorher in Praktika an einer Grundschule und an einer Gemeinschaftsschule. Da gibt es natürlich Unterschiede, die vor allem mit der Schulart zu tun haben: An der Gemeinschaftsschule heißt mein Fach Weltkunde statt Geschichte, und in der Grundschule liegen die Schwerpunkte noch einmal ganz woanders.
Frau Simon: Es gibt viele Unterschiede: Der größte besteht natürlich im Ort und im Schulweg. Vorher bin ich jeden Tag vom Festland nach Sylt gependelt. Jetzt kann ich mit dem Fahrrad fahren. Auf Sylt war die besondere Lage der Inselschule immer präsent und wurde in verschiedene Aktivitäten und in den Unterricht eingebunden. Ich bin also von einer „Nationalparkschule Wattenmeer“ an eine Europaschule gewechselt. Außerdem war meine vorherige Schule ein Zusammenschluss aus einer Gemeinschaftsschule und einem Gymnasium, die zusammen ein Schulzentrum bildeten. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte mussten daher zum Teil mehrmals täglich zwischen zwei Gebäuden wechseln. Auf Sylt hat es zum Beispiel auch zum Stundenbeginn und -ende geklingelt. …um nur ein paar Unterschiede zu nennen. Beide Schulen haben ihren ganz eigenen Charakter.
Frau Reckling: Die offensichtlichsten Unterschiede sind natürlich der Ort und die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet. Die Nähe zu Hamburg ist am Eckhorst dabei für mich eine besondere Bereicherung, da Exkursionen und Ausflüge leichter und vielfältiger stattfinden können. Außerdem gab es an meiner alten Schule 45-minütige Unterrichtsstunden und nicht wie am Eckhorst Stunden, die 90 Minuten gehen. Die erste Stunde hat dabei bereits um 7.45 Uhr angefangen und somit eine Viertelstunde früher als hier. Zudem wurden der Anfang und das Ende der Stunde immer durch ein Klingeln gekennzeichnet. Auch die mediale Ausstattung unterscheidet sich, eine Radio- und TV AG sowie ein Medienzentrum, an dem man sich Medien jeglicher Art leihen kann, gibt es an meiner alten Schule nicht und die Ausstattung in den Klassenräumen bestand aus Smartboards und nicht aus Fernsehern und Dokumentenkameras. Es gibt sicherlich noch einige Unterschiede mehr, jede Schule ist individuell und hat eigene Konzepte, aber das sind die zentralen Unterschiede, die mir in meiner alltäglichen Arbeit als erstes aufgefallen sind.
Herr Detlef: Durch die umfangreiche Ausstattung hat man hier als Lehrkraft viel mehr Möglichkeiten für die Gestaltung des Unterrichts, darauf freue ich mich. In Neumünster musste ich häufig zwischen zwei Schulgebäuden pendeln, die durch einen Park getrennt sind. Den kleinen Spaziergang an der frischen Luft vermisse ich schon manchmal.
Frau Frenzel: Einen großen Unterschied zu meiner vorherigen Schule merke ich nicht. Beide Schulen prägen ein aufgeschlossenes Miteinander und ein angenehmes Arbeits- sowie Unterrichtsklima. Das freut mich sehr!
Erzählen Sie uns Ihren Lieblingswitz:
Herr Meyer: Was ist weiß und stört beim Frühstück? Eine Lawine.
Frau Simon: Wie nennt man einen Bumerang der nicht zurückkommt? … Stock. – Okay, vielleicht nicht besonders anspruchsvoll…
Frau Reckling: Hüpfen zwei Kartoffeln die Treppe rauf. Sagt die eine Kartoffel: „Wir können doch gar nicht hüpfen.“ Dann rollen sie wieder runter. – Wenig lustig und ich weiß auch nicht, ob „Lieblingswitz“ die passende Bezeichnung ist, aber es ist einer der wenigen Witze, die ich kenne.
Herr Detlef: Wo wohnen Katzen? Im Mietz-Haus.
Frau Frenzel: Ein Mann mit drei Haaren kommt zum Friseur und will eine schicke Frisur.
„Aber passen Sie ja auf meine Haare auf!“, sagt er zum Friseur. Doch da ist es auch schon passiert. Ein Haar ist weg. „Na gut“, meint der Mann besonnen, „dann machen Sie mir halt einen Mittelscheitel. Aber passen Sie wenigstens jetzt auf.“ Umsonst. Wieder reißt der Meister beim Frisieren ein Haar aus. „Sind Sie wahnsinning?“, regt sich der Kunde auf. „Jetzt muss ich ganz zerzaust herumlaufen!“
Katzen oder Hunde?
Herr Meyer: Katzen!
Frau Simon: Ich habe Katze und Hund, deshalb kann ich mich nicht entscheiden. Katzen sind pflegeleichter, mein Hund ist dafür immer gut gelaunt!
Frau Reckling: Leider weder noch. Ich habe eine fürchterliche Tierhaarallergie, dementsprechend kommen Haustiere im Allgemeinen nicht wirklich in Frage, aber wenn, dann würde ich mir vermutlich eher eine Katze zulegen, da diese ein wenig selbstständiger sind.
Herr Detlef: Eindeutig Hunde, Katzen laufen grundsätzlich vor mir weg.
Frau Frenzel: Ganz klar: Hunde!
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