Dank Digitalisierung lief der Informatikwettbewerb auch während der Schulschließungen weiter.

[Stormarner Tageblatt vom 8.6.2020]

Timo Hodann und Daniel Ott
Timo Hodann und Daniel Ott Timo Hodann und Daniel Ott

Bargteheide. Die Software Challenge Germany der Universität Kiel nähert sich nach einem Schuljahr mit viel Programmierarbeit dem Ende.

Zwei Teams vom Gymnasium Eckhorst haben es bis in die Champions-Runde geschafft; vier herausragende Teilnehmer sind jetzt mit Deutschland-Stipendien ausgezeichnet worden, den wertvollsten Preisen der Software Challenge. Gewonnen wurden sie in diesem Jahr von besonders jungen Programmierern. Jeweils zwei Schüler der 9. Klasse und des Einführungsjahrgangs des Gymnasiums Eckhorst erhalten ein Jahr lang monatlich 300 Euro, wenn sie sich nach dem Abitur für ein Informatikstudium in Kiel oder an der FH Wedel entscheiden.

Das "Hive"-Spielbrett: Das Spiel orientiert sich am Schach
Das Das

In diesem Jahr musste das Brettspiel „Hive“ programmiert werden. Strategien wurden entwickelt und in der Programmiersprache „JAVA“ umgesetzt. Wie beim Schach konnten die verschiedenen Spielfiguren wie Käfer oder Ameise jeweils nur ganz bestimmte Arten von Zügen ausführen. Diese mussten dann für mehrere Züge im Voraus kalkuliert werden um in 60 Zügen die Biene des Gegners zu umzingeln. Die Spiele gegen die Teams der anderen Schulen fanden an 40 Spieltagen rein virtuell auf einem Rechner der Universität Kiel statt. „Ich habe mich mit maschinellem Lernen auseinandergesetzt“, sagt Jarvis Trigo (15 Jahre). Sein Teampartner Till Fransson (14 Jahre) ergänzt: „Der wichtigste Teil unseres Algorithmus ist die Stellungsbewertung. Hierzu wurde der Abstand der eigenen Steine zur gegnerischen Biene bewertet. Wir haben versucht einen Minimax-Algorithmus zu implementieren, sind dabei aber auf Performance Probleme gestoßen.“ Die beiden Preisträger aus dem Einführungsjahrgang der Oberstufe sind Daniel Ott und Timo Hodann (beide 16 Jahre).

Till Fransson und Jarvis Trigo
Till Fransson und Jarvis Trigo Till Fransson und Jarvis Trigo

Informatiklehrer Heiko Rahf betreut seit 2007 regelmäßig die Teams des Gymnasiums Eckhorst, die im Informatikunterricht und in Arbeitsgemeinschaften bei der Software Challenge um die beste Programmierung wetteifern. Die Teams werden zusätzlich von einem Hilfswissenschaftler der Universität Kiel unterstützt.

 

Eckhorst-Teams holen Stipendien bei Uni-Wettbewerb

Junge Programmierer aus Bargteheide haben Einzug in Champions-Runde geschafft

[ Hamburger Abendblatt vom 10.6.2020]

Bargteheide Zwei Teams des Gymnasiums Eckhorst in Bargteheide haben bei der Software Challenge Germany der Universität Kiel für Furore gesorgt. Bei dem Wettbewerb musste in diesem Jahr das Brettspiel „Hive“ programmiert werden. Dabei gelang den vier Eckhorst-Schülern der Einzug in die finale Champions-Runde. Für ihre herausragenden Leistungen sind sie zudem mit Deutschland-Stipendien ausgezeichnet worden, den wertvollsten Preisen der Challenge. Sollten sie sich nach dem Abitur für ein Informatikstudium in Kiel oder an der FH Wedel entscheiden, erhalten sie ein Jahr lang monatlich einen Zuschuss von 300 Euro.

Gefragt waren Strategien für das Spiel „Hive“, die in der Programmiersprache Java umgesetzt werden mussten. Wie beim Schach dürfen verschiedene Spielfiguren wie Käfer oder Ameise nur bestimmte Arten von Bewegungen ausführen. Die mussten dann für mehrere Züge im Voraus kalkuliert werden, um in maximal 60 Zügen die Biene des Gegners zu umzingeln.

Vor allem die beiden Neuntklässler Jarvis Trigo (15) und Till Fransson (14) konnten die Jury mit ihren Lösungsansätzen überzeugen. Die beiden Preisträger aus dem Einführungsjahrgang der Oberstufe sind Daniel Ott und Timo Hodann (beide 16).

Virtuelle Partien wurden über Rechner der Uni Kiel gespielt

„Ich habe mich schon länger mit maschinellem Lernen auseinandergesetzt“, sagt Jarvis. Für Teampartner Till sei der wichtigste Teil des gemeinsam erarbeiteten Algorithmus die Stellungsbewertung gewesen: „Hierzu wurde vor allem der Abstand der eigenen Steine zur gegnerischen Biene bewertet. Wir haben versucht, einen Minimax-Algorithmus zu implementieren, sind dabei aber auf Performance-Probleme gestoßen.“ Ihrem Erfolg tat das aber keinen Abbruch.

Die Partien gegen die Teams der anderen Schulen fanden an den 40 Spieltagen rein virtuell über einen Rechner der Universität Kiel statt. Unterstützt wurden die vier jungen Programmierer von Informatiklehrer Heiko Rahf. Er betreut seit 2007 regelmäßig die Teams des Gymnasiums Eckhorst, die sich im Informatikunterricht und in Arbeitsgemeinschaften regelmäßig auf die Software-Challenge vorbereiten. luka