Landessportverband und Schulen bilden Übungsleiter aus

[ Bargteheider Markt vom 3.3.2018 ]Sportverband

 

Sie wollen Jugendliche zu neuen Übungsleitern machen: Andrea Kehl, Volker Riedel, Alexander Sosna, Stephan Bergermann, Norbert
Schlackberger, Jakob Voss, Ulrike Göde, Verena Lemm, Rüdiger Höhne, Karsten Hein, Michael Schwarz, Sven Röttgen, Gunnar Weitschat,
Peter Schepsmeier und Tim Verhoeven. Foto: T. Mahlberg

Der Kreis Stormarn braucht neue Übungsleiter. Hierbei geht der Kreissportverband seinen eigenen Weg und bildet zusammen mit dem Landessportverband und den Stormarner Schulen neue Übungsleiter aus. Bei einem Informationsaustausch-Nachmittag im Eckhorst Gymnasium erkundigten sich Sportlehrer über die Qualifizierungsmöglichkeiten als Übungsleiter im Sportprofi 

Kreis Stormarn (tma). „Der Landessportverband und das Bildungsministerium haben gemeinsam eine Rahmenvereinbarung für die Ausbildung von Übungsleitern erarbeitet“, sagt Referentin Ulrike Göde vom Landessportverband. Die Schüler der Sport-Profile können damit die Jugendleiter-Assistenz, den Jugendleiter und die Übungsleiter-C-Lizenz erwerben. Das gastgebende Gymnasium Eckhorst ist bereits mit der vierten Ausbildungsrunde in Planung. „Ich bin ein echter Überzeugungstäter und stehe voll hinter der Übungsleiter-Ausbildung“, sagt der Koordinator für schulfachliche Aufgaben am Eckhorst Gymnasium, Michael Schwarz.

Warum wird die Übungsleiter-Lizenz in Schulen angeboten? „Vor drei Jahren haben wir zu den Zeiten von G8 überlegt wie wir das Engagement im Sport in die Schule bringen können. G8-Schüler das Konzept des Kreissportverbandes, der das Bestreben hat junge Übungsleiter unter 27 Jahren auszubilden. Der Kreissportverband übernimmt die Finanzierung der Ausbildung und bezuschusst jeden Teilnehmer mit 150 Euro aus einem Fördertopf. Die Sport-Profil Lehrer interessieren sich besonders haben weniger Freizeit und einen längeren Aufenthalt in der Schule. Mit der Ausbildung in der Schule ermöglichen wir den Jugendlichen eine Ausbildung zum Übungsleiter zu machen ohne dafür ihre wenige Freizeit zu opfern“, sagt Jakob Voss von der Sportjugend Schleswig-Holstein. Das passt gut in das Konzept des Kreissportverbandes, der das Bestreben hat junge Übungsleiter unter 27 Jahren auszubilden. Der Kreissportverband übernimmt die Finanzierung der Ausbildung und bezuschusst jeden Teilnehmer mit 150 Euro aus einem Fördertopf. Die Sport-Profil Lehrer interessieren sich besonders für eine Ausbildungsform: die Übungsleiter-C-Lizenz. Aktuell bilden das Eckhorst Gymnasium  (Bargteheide), Immanuel-Kant-Schule (Reinfeld), Sachsenwaldschule (Reinbek) und das Gymnasium Trittau aus. Zahlreiche Vertreter anderer Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe haben sich über die Ausbildung informiert.

Welche Voraussetzungen müssen die Schüler des Sport-Profils erfüllen? Sie müssen 16 Jahre alt sein, einen Erste-Hilfe-Kurs innerhalb der Ausbildung absolvieren und Mitglied in einem Sportverein sein. In 120 Lerneinheiten a 45 Minuten bekommen die Schüler das benötigte Wissen vermittelt. Bei der Herangehensweise haben die Schulen freie Hand. Das Gymnasium Trittau bildet zum Beispiel in den drei Jahren der Oberstufe im Unterricht aus, während das Eckhorst Gymnasium nur im Einführungsjahrgang ausbildet, dazu aber zahlreiche Extra-Kurse an Wochenenden und Projekttagen durchführt.

Eine Fähigkeit ist dem Landessportverband bei seinen neuen Übungsleitern sehr wichtig. „Sie müssen eine Gruppe führen können. Diese Lizenz ist der Führerschein im Sport“, sagt Göde. Laut Schwarz gehen rund 50 Prozent der Absolventen am Eckhorst Gymnasium als Übungsleiter in die Vereine. Die Sachsenwaldschule und die Vereine FC Voran Ohe und der TSV Reinbek haben ein ehrgeiziges Ziel: „Wir sind das erste Dreigestirn aus Vereinen, Verband und Schule. Wir wollen die 50-Prozent-Quote toppen. Wir wollen Nachhaltigkeit schaffen und nicht gleich die Absolventen wieder verlieren“, sagt Gunnar Weitschat vom FC Voran Ohe.

Allgemein sieht die Zukunft der Übungsleiter im Kreis rosig aus. „Im Stormarn steigt die Zahl der Übungsleiter an – das merken wir daran dass sich unsere Töpfe leeren“, sagt Verena Lemm, Referentin
des Kreissportverbandes