[ Kieler Nachrichten vom 2.5.2018 ]
veröffentlicht bei software-challenge.de

Beste Nachwuchsprogrammierer Deutschlands gesucht – Drei Kieler Teams noch im Rennen

 
Von Karin Jordt
Kiel. Bei der Software- Challenge Germany, einem Programmierwettbewerb für Schulen, wird es langsam spannend: Von gestarteten 58 Teams aus ganz Deutschland haben es im Laufe des Schuljahrs 24 bis in die „Champions League“ geschafft, darunter auch drei Gruppen aus Kiel. Die besten acht Mannschaften wetteifern im Finale am Freitag, 8. Juni, 14 Uhr, im Citti-Park am Mühlendamm um den Sieg. Zu gewinnen sind 100 Stipendien für ein Informatikstudium in Kiel oder Wedel, ein Wanderpokal, Geld- und Sachpreise.
 
„Hase und Igel“ heißt die Herausforderung dieses Schuljahrs: 68 virtuelle Karotten und fünf Salatköpfe sind die Wegzehrung, die clever eingesetzt werden muss, um schnell ins Ziel zu kommen. Unter fachkundiger Anleitung von wissenschaftlichen Hilfskräften programmieren die Schulteams einen wettkampftauglichen Computerspieler, einen Client, der dann gegen die anderen Programme antritt. Die Ergebnisse der Spiele können ständig noch analysiert und die Clients verbessert werden. Für Moritz Lehnert (18), der in diesem Jahr an der Max-Planck-Schule Abitur macht, steht schon fest, dass er zum Wintersemester Informatik studieren möchte. Gemeinsam mit Yonathan Michalsky (17) tüftelt er fast jeden Nachmittag an der Aufgabe der Software-Challenge. „Wir machen es aus Leidenschaft, es ist Spaß und keine Arbeit “, betont er. Hinter Mannschaften aus Eggenfelden (Bayern) , Bargteheide, Kellinghusen, Dresden, Niebüll und Husum liegt die Kieler Max-Planck-Schule bisher auf dem achten Rang, zwei Teams des Kieler RBZ-BG (Regionales Berufsbildungszentrum) belegen zurzeit die Plätze 16 und 24.
 
„Wir möchten begabte Schüler motivieren, Informatik zu studieren“, betont Initiator Prof. Manfred Schimmler vom Institut für Informatik an der Uni Kiel. Gleichzeitig sollten ungeeignete Kandidaten davon abgehalten werden. Denn die Abbrecherquote ist hoch: „Ich habe eine Anfängervorlesung mit 500 Studenten, nur 119 haben die Klausur bestanden.“ Die Software-Challenge habe das Ziel, den Informatikunterricht an den gymnasialen Oberstufen aufzuwerten, mitzugestalten und den Jugendlichen mit Spaß und Spannung das Studienfach Informatik näher zubringen. Die Stipendien werden unabhängig von der Platzierung der Mannschaften an die Nachwuchstüftler vergeben, die sich nach Einschätzung der Lehrkräfte und der wissenschaftlichen Mitarbeiter besonders für ein Informatikstudium eignen. Die Software-Challenge gibt es seit 2004. Im kommenden Schuljahr können 100 Teams mitmachen. Neu ist, dass ein gemeinnütziger Förderverein Software Challenge Germany gegründet wurde. Sponsoren sind unter anderem die Prof.-Dr -Werner-Petersen-Stiftung, die Provinzial Nord Brandkasse, Dataport, Hermes, Otto, Bonprix, die HSH Nordbank und Diwish (Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein) .
 
Weitere Informationen: