[ Stormarner Tageblatt vom 28.1.2017 ]

Kooperation mit Landesjagdverband: Eckhorst-Schüler werten Artenvielfalt der Region aus

bargteheide

Nachtaufnahme Wildschwein

Nachtaufnahme: Wilfschwein

Am Bargteheider Gymnasium Eckhorst haben Schüler in einem landesweit einzigartigen Projekt die Möglichkeit, die Artenvielfalt der Region besonders anschaulich zu thematisieren. Der Landesjagdverband stellte ihnen dazu Wildkameras zur Verfügung. Und bereits die ersten Ergebnisse überraschen.

„Was mag da schon rauskommen?", dachten einige Schüler der Q1b, als sie Mitte November die Wildkameras, die der Landesjagdverband der Schule zur Verfügung gestellt hatte, und weitere Wildkameras ihres Biologielehrers Hermann Meyer am Randes des Hansdorfer/Duvenstedter Brooks in Ammersbek installierten. Schließlich stellten sie die Kameras höchstens 400 Meter von den nächsten Häusern auf.

Nachtaufnahme: Junger Damhirsch

Nachtaufnahme: Junger Damhirsch

Heute sind sie schlauer: Eine erste gemeinsame Auswertung der Fotos ergab, dass regelmäßig Füchse, Hasen, Dachse, Marder, Rehe, Rot- und Damwild sowie eine größere Zahl an Wildschweinen fast jede Nacht aus dem Brook kommen, um auf den landwirtschaftlichen Flächen nach Nahrung zu suchen. Dabei nähern sich die Tiere den Häusern und Gärten bis auf wenige Meter, eher sie im Morgengrauen wieder in den Brook ziehen. „Primäres Ziel unseres Unterrichtsprojekts ist natürlich, den Schülerinnen und Schülern die Artenvielfalt um Bargteheide herum zu demonstrieren“, sagt Lehrer und Jäger Hermann Meyer. „Das ist uns schon einmal gelungen. Keiner sagt mehr: Hier gibt’s doch keine Rehe und Wildschweine!“ Er fügt hinzu: „Einige meiner Biologiekollegen nutzen unser Fotomaterial deshalb ebenfalls im Unterricht.“

Für Meyers Schülerschaft wird es allerdings weitergehen: Das Fotomaterial – mittlerweile weit über 1000 Bilder – soll ihnen nicht nur Rückschlüsse auf das Verhalten der Arten erlauben sondern auch auf die Lebensansprüche heimischer Wildtiere. Mit Hilfe des erworbenen Wissens will sich Q1b später besonders auf das Schwarzwild konzentrieren und auch noch Modell-Populationsberechnungen durchführen. Zahlen, auf die man gespannt sein kann.