Deutsch-fran­zösische Schüler­freund­schaft: Die Gäste der Schule René-Guy Cadou aus Montoir-de-Bretagne wurden mit ihren deutschen Gastgebern am Montag im Dorf­gemeinschafts­haus in Ammers­bek begrüßt. Foto: D. Vollmer

[Bargteheider Markt vom 16.3.2016]

18 Schüler aus Montoir-de-Bretagne besuchen Ammersbek

Der Kontakt zwischen Ammersbek und der Schwestergemeinde Montoir-de-Bretagne ist seit 30 Jahren vorbildlich.Im Jugend- und Erwachsenenbereich sowie auf Schulebene gibt es regelmäßige Besuche. Für Ammersbeks Bürgermeister Horst Ansén ein Wert, der nicht hoch genug einzuschätzen ist: „Freundschaft ist die Basis des europäischen
Hauses.“

Ammersbek/Bargteheide (dv). In diesen Wochen laufen wieder Besuch und Gegenbesuch zwischen dem Gymnasium Eckhorst aus Bargteheide und der Schule René-Guy Cadou aus Montoir-de-Bretagne. Seit 30 Jahren gibt es den Schüleraustausch zwischen der französischen Gemeinde an der Atlantikküste im Département Loire-Atlantique und dem Bargteheider Gymnasium, das von vielen Ammersbeker Schülern besucht wird. Organisatorin auf hiesiger Seite ist die Französisch-Lehrerin Claudia Vogel, auf Seiten der Gäste ist es Celine Carriot, die an ihrer Schule Deutsch unterrichtet. Der Schüleraustausch ist Teil gelebter Partnerschaft zwischen Ammersbek und Montoir-de-Bretagne, zu der auch verschiedene weitere Austauschreisen von Jugendlichen und Erwachsenen zählen. „Die Verschwisterung mit Montoir-de-Bretagne hat einen hohen Stellenwert“, betonte der Ammersbeker Bürgermeister Horst Ansén beim Empfang

Freundschaft zu
Frankreich Basis des
europäischen Hauses

der Gemeinde. Es sei der Austausch zwischen den Familien, der dies so bedeutend mache. Ansén blickte – als Kontrast – zurück auf frühere Zeiten, als zwischen Deutschland und Frankreich alles andere als Frieden herrschte. Und sogar noch vor 30 Jahren, zu Beginn der Verschwisterung, seien die Menschen in Montoir-de-Bretagne teilweise dafür beschimpft worden, dass sie eine Partnerschaft mit Deutschland eingingen. „Heute ist die Deutsch-Französische Freundschaft Basis für das europäische Haus“, so Ansén, der dazu aufforderte überall zu erzählen, dass solche Besuche „Spaß machen“.

 

 Die Macher des Austauschs: (von links) Petra Bezema (zuständig für Verschwisterung und Kulturangelegenheiten in Ammersbek) Ammersbeks Bürgermeister Horst Ansén, sowie die Lehrerinnen Celine Carriot und Claudia Vogel. 

Foto: D. Vollmer

Die Gäste aus dem Nachbarland nutzen ihren siebentägigen Aufenthalt in Ammersbek, der am Donnerstag dieser Woche zu Ende geht, für Besuche in Hamburg, Lübeck und Lüneburg sowie an der Ostsee. An den Wochentagen findet vormittags Schulunterricht in Bargteheide statt, wobei jeder französische Austauschschüler einen Paten vom Gymnasium Eckhorst hat. Das soll der Vertiefung der Sprache dienen. „Wir hoffen natürlich, dass die Kontakte zwischen den Schülern über den Besuch hinaus bestehen bleiben“, so Claudia Vogel.

Denn seit 30 Jahren gelte bei dem Schüleraustausch das Motto: „Einmal Freunde, immer Freunde!“einmal Freunde, immer Fruende