Eckhorster Teams stehen bei Programmierwettbewerb im Finale

[ Bargteheider Markt vom 20.5.2015 ]

Hastig schnappt sich der kleine Pinguin den Fisch, doch dann muss er erschrocken feststellen: Sackgasse. Um ihn herum sind alle Eisschollen verschwunden und er steckt fest. Was wie ein Naturdrama klingt, ist aber in Wirklichkeit nur ein Computerspiel. Allerdings ohne menschliche Spieler.
Unter der Anleitung von Lehrer Heiko Rahf (links) nehmen die Schülerinnen und Schüler der drei Eckhorster Teams an der Software Challenge teil und können sogar ins Finale einziehen. Foto: O. Jahr
Unter der Anleitung von Lehrer Heiko Rahf (links) nehmen die Schülerinnen und Schüler der drei Eckhorster  Teams an der Software Challenge teil und können sogar ins Finale einziehen. Foto: O. Jahr Unter der Anleitung von Lehrer Heiko Rahf (links) nehmen die Schülerinnen und Schüler der drei Eckhorster  Teams an der Software Challenge teil und können sogar ins Finale einziehen. Foto: O. Jahr

 

Bargteheide (oja). „Hey, danke für den Fisch“ heißt das Spiel, das die Informatikschüler am Eckhorst Gymnasium seit Monaten beschäftigt. Darin treten zwei Parteien gegeneinander an und müssen auf einem Spielfeld, bestehend aus lauter Eisschollen, ihre Pinguin-Spielsteine geschickt platzieren. Auf jeder Scholle gibt es eine bestimmte Anzahl an Fischen. Sobald ein Pinguin weiterzieht und sein Feld verlässt, verschwindet es und kann nicht mehr betreten werden. Je länger das Spiel dauert, umso eingeschränkter wird dadurch die Bewegungsfreiheit der Pinguine. Am Ende gewinnt derjenige, der mit seinen Pinguinen die meisten Fische sammeln konnte.

„Hey, danke für den Fisch“ gehört zur „Software Challenge“, die bundesweit vom Institut für Informatik an der Universität Kiel durchgeführt wird. In dem Wettbewerb treten 57 Teams von Würzburg bis nach Niebüll an. Drei Mannschaften davon stellt das Eckhorst Gymasium. Jedes Team hat die Aufgaben, ein Computerprogramm, den sogenannten „Client“ so zu programmieren, dass er selbstständig die Pinguine auf den Schollen platziert und weiterbewegt, um die Fische für sein Team zu holen.

Für die Mannschaft des Eckhorster Einführungsjahrgangs stellte der Wettbewerb zunächst noch Neuland dar. Am Anfang des Schuljahres lernten sie die Programmiersprache JAVA kennen, nach einigen Wochen entwarfen sie bereits ihren Client für die Software Challenge. Den Schülern hat es aber viel Spaß bereitet, sich mit dem Programm zu beschäftigen. „Irgendwann denkt man auch außerhalb des Unterrichts darüber nach, wie sich der Client verbessern lässt“, sagt Lennard Reimers aus  dem zehnten Jahrgang. In der Tabelle des Wettbewerbes hat sein Team es am letzten Spieltag geschafft, den achten Platz zu erobern.

Vor jedem Spieltag arbeiten die Teams an ihren Clients und laden diesen dann auf den Rechner des Kieler Informatikinstitutes hoch. Dort treten sie dann gegen die Clients der anderen Mannschaften aus dem Bundesgebiet an. Punkte gibt es für den Client, der seine Partie gewinnt. Die besten acht Teams ziehen dann am 12. Juni ins Finale ein, das im Kieler CITTI-Park ausgetragen wird. Der Siegerschule winkt ein Preisgeld von 1.000 Euro und für die Schüler des Gewinnerteams vergibt die Uni Kiel Stipendien für ein Informatikstudium.

Als alter Hase der Software-Challenge kann sich Kai-Oliver Prott bezeichnen, der zur Zeit sein Abitur am Eckhorst Gymnasium macht. Er war bereits in den vorigen Jahren mit seinem Team dabei und hat schon als Juniorstudent am Kieler Unileben teilgenommen. Seine Begeisterung für Informatik verknüpft er mit seinem Interesse für Biologie. Die Rechenalgorithmen, mit denen ein Client programmiert wird, vergleicht er mit Genen. „Man hat einen Grundcode, den testet man aus, selektiert die Schwächen und entwickelt ihn weiter“, meint Kai-Oliver Prott. „Am Ende haben wir den perfekten Client.“ Insgesamt hat er rund 200 Stunden in die Programmierung gesteckt. Dafür steht er auf dem vierten Platz in der Gesamtwertung und damit sicher im Finale.

Das dritte Eckhorster Team beschäftigt sich als AG mit dem Wettbewerb und trifft sich nach der Schule, um ihren Client zu verbessern. Die Mühe zahlt sich aus: Eckhorst Q1cd_AG liegt in der Tabelle auf Platz drei hinter den Konkurrenzteams aus Oldenburg und Dresden. Damit haben die Schüler des Eckhorst Gymnasiums eine absolute Neuheit geschafft, nämlich erstmals mit drei Mannschaften zum Finale nach Kiel zu fahren.Software Challenge Markt 20 5 2015

→ Weitere Informationen und Fotos zur Software Challenge am Eckhorst  danke fuer den fisch