Annsophie (l.) und Jenny ließen sich zusammen mit ihren Mitschülern die Solaranlage auf der Beruflichen Schule Bad Oldesloe erklären. Foto: mc
Annsophie (l.) und Jenny ließen sich zusammen mit ihren Mitschülern die Solaranlage auf der Beruflichen Schule Bad Oldesloe erklären. Foto: mc Annsophie (l.) und Jenny ließen sich zusammen mit ihren Mitschülern die Solaranlage auf der Beruflichen Schule Bad Oldesloe erklären. Foto: mc

[ Lübecker Nachrichten ovm 13.11.2014 ]

Bad Oldesloe/Bargteheide – Mit Green Day verbinden zumindest 30 Schüler des Eckhorst-Gymnasiums in Bargteheide schon lange nicht mehr nur die amerikanische Rock-Band, sondern auch den deutschlandweiten Orientierungstag für Umweltberufe. „Die Neuntklässler waren bei der Anmeldung die schnellsten“, berichtete gestern Isa Reher, Klimaschutz-Managerin des Kreises.

Zusammen mit ihrem Kollegen Paul Gärtner experimentierte sie gestern den gesamten Vormittag in der Kreisverwaltung mit den Schülern und stieg mit ihnen zum Abschluss der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe aufs Dach. Dort steht eine der größten Solaranlagen des Kreises.

„Wir werden jetzt immer die Steckerleisten ausmachen, um Strom zu sparen“, versprachen Jenny (15) und Annsophie (14) hinterher. Und sie und ihre Mitschüler wussten nach dem Vormittag auch Bescheid über den Energiesparmodus an Computern. Das hatte ihnen Grünen-Politiker und Klima-Fachmann Wilfried Janson erklärt. „Am Eckhorst-Gymnasium haben wir in den Klassenräumen Temperatur-Kärtchen an Heizungen und Fenstern“, erklärten die beiden Schülerinnen weiter. Damit ließen sich die Temperatur und somit der Energieverbrauch kontrollieren.

Auf dem Dach schwärmte Isa Reher von den Modulen, die in Bad Oldesloe nicht nur in südlicher, sondern auch in Ost-West-Richtung angebracht sind. So könne die Berufliche Schule von morgens bis abends Solarenergie produzieren. Paul Gärtner stellte anschaulich dar, was die Photovoltaikanlage leistet. „Mit den 100 000 Kilowatt Strom pro Jahr könnten alle eure Familien mit Energie versorgt werden“, sagte Gärtner in Richtung der staunenden Schüler. Doch der Strom fließt nicht nach Bargteheide, sondern bleibt zum größten Teil in Bad Oldesloe an der Beruflichen Schule. Der überschüssige Rest wird ins Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet.

Schulleiter Rüdiger Hildebrandt legt unterdessen Wert darauf, dass die Solaranlage auch ganz konkret in den Unterricht eingebaut wird. Im Physikraum lässt sich zum Beispiel an einem Bildschirm genau
verfolgen, welche Module wie viel Sonne einfangen. Und auch im Wirtschaftsunterricht ist die Anlage im Rahmen der Energiewende Thema. Dort geht es dann auch etwa um die Umlage für selbst produzierten Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die muss der Kreis übrigens nicht für diese Solaranlage zahlen, da sie vor dem entsprechenden Stichtag fertig war. mcEnergiewende