[ Lübecker Nachrichten vom 9.7.2014 ]

Gymnasium Eckhorst in Bargteheide feiert die Einweihung von neuen Klassenräumen und einer großen Mensa.

Am Salatbüfett: (v. l.) Philipp Erdmann füllt die Schüsseln auf, Philipp Brose und Ansgar Deitert probieren die leckeren Snacks. Fotos: M. Thormählen

Von Michael Thormählen
Bargteheide – „Die neuen Räume verschaffen eine angenehme Lernatmosphäre“, lautete die Bewertung von Schulleiter Herbert Diebold während einer Feierstunde zur Einweihung des Neubaus für das Gymnasiums Eckhorst in Bargteheide. Schülersprecherin Johanna Fuhlendorf rückte gestern einen anderen Aspekt in den Fokus: „Es gibt jetzt auch gutes Essen in der Schule.“ Deshalb bräuchten die Schüler nicht mehr zu Supermärkten in der Umgebung zu laufen.

Der jetzt fertiggestellte Neubau kostet nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters Christian Claussen 3,77 Millionen Euro – zunächst seien von der Stadt als Schulträgerin nur 2,6 Millionen Euro veranschlagt worden. Er machte allerdings deutlich, dass sich „die Stadt viel um ihre Schulen kümmert“. Immerhin gebe es zurzeit 4200 Schüler in Bargteheide: „Wir sind damit der größte Schulstandort im Kreis Stormarn.“ Bargteheide lege erhebliches Gewicht auf den Bildungsbereich.

Christian Claussen erinnerte an die erhebliche Raumnot in dem Gymnasium, das angesichts der steigenden Schülerzahlen viel zu klein geworden sei, als es von der Trägerschaft des Kreises in die Obhut der Stadt Bargteheide wechselte. „Wir standen deshalb unter einem erheblichen Druck“, betonte der stellvertretende Bürgermeister. Es habe während der Bauarbeiten einige Belastungen für den Schulbetrieb gegeben – doch der Aufwand habe sich gelohnt: „Das Gebäude ist etwas Beispielhaftes. Es gibt Verbesserungen für Schüler und Lehrer. Voraussetzungen sind jetzt da, damit gute Schule praktiziert werden kann.“

In Anwesenheit zahlreicher Gäste wurden gestern fünf neue Klassenräume, zwei Fachräume für den Musikunterricht sowie die erheblich größere Mensa eingeweiht. Architekt Sven Wobig wies darauf hin, dass 2012 im Zuge eines vorangegangenen  Bauabschnittes am Gymnasium Eckhorst unter anderem das Lehrerzimmer vergrößert und ein moderner Medienraum geschaffen wurden. Jetzt sei wichtig, mit einem Außenforum einen neuen Kommunikationsbereich zu schaffen.

Offizielle Einweihung: (v. l.) Sven Wobig, Herbert Diebold und Christian Claussen mit dem aus Brot gebackenen Riesenschlüssel.

„Wir haben nicht alles bekommen, was wir wollten, aber das Wichtigste ist da“, erklärte Schulleiter Diebold. Die Schule habe gemeinsam  mit der Stadt nach Lösungen gesucht – vor allem auch, um die Kosten im Blick zu behalten. Immerhin, so Herbert Diebold, habe es bei der Fertigstellung des Neubaues eine Verzögerung von einem Jahr gegeben. Die Schule, die zurzeit von 770 Kindern und Jugendlichen besucht wird, verfüge jetzt über neue Räume, mit denen gute Voraussetzungen für einen angenehmen Lernbetrieb geschaffen würden – dies vor allem auch dank der neuen Fachräume für den musikalischen Bereich. „Und die neue Mensa ermöglicht es, dass Schüler an langen Unterrichtstagen eine warme Mahlzeit bekommen können“, sagte der Direktor.

Neubau für fast 3,8 Millionen Euro: Rechts befindet sich die Mensa, im Obergeschoss sind die neuen Klassenzimmer untergebracht.

Zusammen mit weiteren Schülern aus allen Jahrgangsstufen probierten Philipp Brose und Ansgar Deitert die in der neuen Mensa bereitgestellten Speisen – es gab viel Obst und Gemüse sowie auch ein warmes Essen. Am Tresen der neuen Mensa füllte Philipp Erdmann die Schüsseln wieder auf.  Allen klangen vermutlich noch die Worte von Schülersprecherin Johanna Fuhlendorf in den Ohren, die auf die wichtige Bedeutung der neuen Mensa hingewiesen hatte: „Jetzt können alle Schüler ohne Probleme etwas zu essen bekommen.“ Nach der Fertigstellung von fünf Klassenzimmern werde es auch keine Wanderklassen mehr geben. „Damit haben alle Schüler ihren eigenen Klassenraum“, sagte Johanna Fuhlendorf

 

Geld für die neue Bühne

Ein Schulfest steigt morgen, 10. Juli, im Eckhorst 80. Besucher sind von 14 bis 17 Uhr willkommen. Auch für den Bau einer Hinterbühne soll gesammelt werden. Die Schule hat bereits 14 500 Euro zusammen bekommen. Der Eigenanteil beträgt 17 000 Euro.