[ Stormarner Tageblatt vom 9.7.2014]
 

Scheckübergabe

Die ehemalige Musiklehrerin Marion Degenhardt (Mitte) übergab gestern bei der Erweiterungseinweihung des Gymnasiums Eckhorst einen Scheck über 1000 Euro an Mittelstufenleiterin Imke Wulfmeyer und den Leiter der Fachschaft Musik, Clemens Risse.

Echkorst Gymnasium in Bargteheide für knapp 3,8 Millionen Euro umgebaut und offiziell eingeweiht

Architekt Sven Wobig (l.) bei der symbolischen Schlüsselübergabe von Claus Christian Claussen (r.) an Schulleiter Herbert Diebold.

Bargteheide.Fast 3,8 Millionen Euro hat Bargteheide für die Erweiterung des Eckhorst-Gymnasiums investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Gestern wurde es offiziell eingeweiht. „Es ist etwas Beispielhaftes geworden, mit einem einzigartigen Medienzentrum“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Claus Christian Claussen. Der erste Kostenanschlag von 2,6 Millionen sei aber deutlich überschritten worden.

Auch das Gymnasium trägt dazu bei, um den Wunsch nach einer Hinterbühne zu verwirklichen. 18 000 Euro Eigenanteil wurden zugesichert und sind inzwischen fast erfüllt. 14 500 Euro sind bis heute zusammengekommen“, so Schulleiter Herbert Diebold. Mit einer Spende einer ehemaligen Kollegin sind es jetzt 15 500. Musikpädagogin Marion Degenhardt übergab einen Scheck über 1000 Euro an die Arbeitsgruppe*  „Wir für Kultur“. Der musische Geist möge sich hier weiter entfalten, ist ihr Wunsch.

Fünf Klassenräume, zwei Musikräume und eine neue Mensa sind im zweiten Bauabschnitt entstanden. Die neue Bühne grenzt an die Mensa. Der alte Musikraum an dieser Stelle war marode und wurde abgerissen. Das neue Mauerwerk trägt auch die Dachkonstruktion der „Kuhle“ teilweise mit, eine knifflige Aufgabe für den Architekten Sven Wobig. Er hatte den Wettbewerb für diesen Auftrag gewonnen.

Im ersten Bauabschnitt wurde das Lehrerzimmer vergrößert und das Medienzentrum samt Bibliothek im Untergeschoss ausgebaut. Für das Medienzentrum wurden auch eine private Stiftung und Fördermittel der Sparkassenstiftung und des Schulvereins eingeworben. „Zahlreiche Filmproduktionen stehen bereits im Internet“, sagte Diebold. Als Leuchtturmprojekt unterstützt es die Uni Flensburg. Die meisten Wünsche der Schule konnten nach Umplanungen schließlich erfüllt werden. „Es war aber ein langer Diskussionsprozess mit oft zähem Ringen im Bauausschuss“, so Diebold. Die Fertigstellung hat sich dadurch um ein Jahr verzögert.

Christin und Duy genießen das Essen in der neuen Mensa, das an Ort und Stelle zubereitet wird.
Zwei Jahre Bauarbeiten stellten auch die Geduld der Lehrer und Schüler auf die Probe. „Wir haben unter diesen Arbeitsbedingungen eine buddhistische Gleichmut entwickelt“, sagte Oliver Hoffmann vom Personalrat. Das ist jetzt vorbei. „Es ist eine angenehme Atmosphäre entstanden, die Lust aufs Lernen macht“, lobte Diebold.
Jens Peter Meier
 
*Text redaktionell geändert