[ Stormarner Tageblatt vom 1.10.2014 ]

Vorzeigeprojekt: Gymnasiasten erwarben C-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes – neben dem Unterricht

Sportprofil Übungsleiter
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Bargteheide. Sie spielen Handball, Fußball oder machen Leichtathletik. Sie sind selbst im Verein aktiv oder als Trainer an der Seitenlinie dabei. Und mit ihrer neuen Trainerlizenz haben sie nun auch eine noch höhere Kompetenz in Sachen Sportmedizin, Trainingsgestaltung oder im Umgang mit ihren Sportkameraden erlangt.

Insgesamt 18 Schüler des Sportprofils des 12. Jahrgangs am Bargteheider Gymnasium Eckhorst haben in einem bisher einmaligen Projekt die C-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes erworben. Und das freiwillig und neben dem normalen Schulunterricht. „Man sagt es ja sehr oft, aber hier in diesem Fall, kann man es konkret greifen und betonen: Ihr habt etwas für das ganze Leben gelernt“, so Michael Schwarz, Koordinator für schulfachliche Aufgaben am Eckhorst Gymnasium.

Ganz bewusst habe sich die Schule entschieden, das Angebot noch ins 12. Schuljahr zu legen und nicht etwa ans Ende der Schulzeit. „Wir hätten das auch strecken können und am Ende bekommt jeder im Sportprofil auch die Lizenz mit dem Abitur überreicht. Aber darum geht es ja nicht. So haben die Schüler die Chance, sich hier direkt auch in der Schule als Trainer einzubringen oder auch in ihren Vereinen vor Ort, bevor sie vielleicht zum Studieren nach Köln, München oder Berlin ziehen“, so Schwarz.

Wichtige Partner im Rahmen der Ausbildung waren der Landessportverband, die Sportjugend Schleswig-Holstein und der Kreissportverband Stormarn. „Wir haben wirklich erstklassige Unterstützung erfahren und nur so ist das alles auch in dieser kurzen Zeit möglich gewesen.“, bedankte sich Schwarz.

„Maßgeblichen Anteil an der Planung des Ausbildungsganges hat Jan Olaf Wolfkühler als Profillehrkraft. Er verantwortete die Durchführung des Projekts“, erklärte Schwarz. „Für mich selbst war es das bisher ambitionierteste und beste Projekt meiner bisherigen Laufbahn hier an der Schule“, freute er sich. „Die Lizenz ist eine Art Führerschein, um eine Sportgruppe richtig zu lenken. Doch es ist wie beim Autofahren. Manche sind nach der Lizenz schon weit, andere müssen sich noch einfahren. In der Praxis lernt man noch viel hinzu“, sagte der Geschäftsführer des Landessportverbandes, Thomas Behr. „Ich möchte darum bitten, dass Sie die Chance nutzen und sich in der Praxis einbringen“, so Behr weiter.

Patrick Niemeier, SHZ
 

Über den Erhalt ihrer Lizenz freuten sich anschließend: Fynn Adam, Nadja Blanck, Johannes Blaschkowski, Lukas Breust, Oliver Daut, Lisa Deneke, Emily Hack, Mats Hamann, Lukas Iden, Torben Lemke, Tobias Lucas, Matthias Möller, Sanna Reichel, Jonas Schröder, Flemming Stein, Laura Stein, Marc Wördemann und Maximilian Zibell.Sportprofil 1-10-14