[ Hamburger Wochenblatt vom 25.9.2013 ]

BARGTEHEIDE. Der Richtkranz weht als deutliches Zeichen auf dem Dachstuhl am Gymnasium Eckhorst. Der Rohbau des zweiten Bauabschnittes ist abgeschlossen. Neu hinzugekommen sind 1 350 Quadratmeter Nutzfläche, eine Mensa mit angegliederter Küche, zwei Musikräume sowie fünf zusätzliche Klassenzimmer. 3,5 Millionen Euro hat die Stadt in den Erweiterungsbau investiert und damit „wieder einmal bewiesen, dass Kinderbetreuung und Schule wichtige Themenschwerpunkte für die Politik sind“, so Bürgermeister Dr. Henning Görtz.

Schulleiter Herbert Diebold (v.l.) und Bürgermeister Henning Görtz stehen vor dem Rohbau des Eckhorst-Anbaus
Foto: cs

Nach anfänglicher Kalkulation war der Bau mit 2,6 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt worden. Mehrfache Planänderungen ließen die Baukosten um 900.000 Euro steigen. „Es ist ein besonderer Bau, zukunftssicher, leistungsstark und modern. Schule entwickelt sich und so ist auch die Schaffung bedarfsgerechter Räume notwenig “, so Görtz. Das bereits im April eröffnete Medienzentrum ist Teil  dieser Entwicklung. Es beherbergt modernste Technik, Schnittplätze und Kamera-Equipment sowie einen Vorführraum, der sich zum schulinternen Fernsehstudio umrüsten lässt.

„Medienpädagogik besitzt einen hohen Stellenwert an unserer Schule“ , so Studienrat und Journalist Michael Schwarz, der bereits das Schulradio „REB“ mit ins Leben gerufen hat. Innovativ wie schulinternes Fernsehen ist auch der Finanzierung des Medienzentrums gestaltet worden. Ein Drittel der Kosten (mehr als 20.000 Euro) konnten durch Sponsoren finanziert werden. Und was man einmal geschafft hat, klappt vielleicht auch noch ein zweites Mal. Dem Wunsch der Schule, den Bau um eine zusätzliche Hinterbühne zu erweitern, konnte die Stadt allein finanziell nicht nachkommen. Von den dafür benötigten 40.000 Euro übernimmt die Stadt 23.000 Euro. Für die verbleibenden 17.000 Euro hat sich die Schule verpflich tet, Spende n zu sammeln, und um Sponsoren zu werben.

„Wir freuen uns, dass dem Wunsch der Schule für mehr kulturellen Spielraum Platz gegeben wurde“, so Schulleiter Herbert Diebold.

Spätestens im Januar 2014 soll auch der zweite Bauabschnitt fertiggestellt sein. „Dann ist für viele Schüler endlich der ständige Raumwechsel vorbei“, so auch Architekt Sven Wobig zuversichtlich. Er lobte die Qualität der Ideen und den gemeinsamen Austausch während der Bauzeit. Was die Handwerker mit Steinen umgesetzt hätten, müsste die Schule nun mit Leben füllen. (cs)