Die Stadt investiert 100 000 Euro und hofft auf finanzielle Unterstützung.

[ Lübecker Nachrichten vom 26.1.2013 ]

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Beim Stadtradeln 2012 machte das Eckhorst-Gymnasium in der Kategorie „Radelaktivstes Team“ mit 26 568 Kilometern den ersten Platz. Foto: Archiv

Von Bettina Albrod
Bargteheide – Die Fördergelder für die Stelle eines Klimaschutzmanagers in Bargteheide sind bewilligt, die  Ausschreibung läuft: Für den Klimamanager ist eine halbe Stelle für drei Jahre vorgesehen. Die Kosten von 100 000 Euro im Jahr werden zu 60 Prozent gefördert. Die Stelle soll im zweiten Quartal besetzt werden. Gleichzeitig hat der Projektausschuss Energiekonzept sich dafür ausgesprochen, 2013 erneut das Stadtradeln und einen Tag der erneuerbaren Energien anzubieten.


Das Stadtradeln hatte die Stadt 2012 erstmals angeboten, und es war sehr gut angenommen worden. Am „Tag der erneuerbaren Energien“ soll den Bürgern anhand von Beispielen aufgezeigt werden, wie im privaten Wohnungsbau energetische Sanierung und die Nutzung erneuerbarer Energien funktionieren können. Gleichzeitig ist ein Katalog von Maßnahmen zum Klimaschutz erstellt worden, der zur Förderung angemeldet werden soll. „Es gibt Fördergelder in unterschiedlicher Höhe“, erklärt Kämmerer Joachim Teschke. „Je nach Projekt liegt die Förderung zwischen 25 bis 65 Prozent.“


Auf der Liste steht zum einen die Einrichtung einer Datenbank mit relevanten Daten für eine Einsparanalyse von Energie bei kommunalen Liegenschaften. Zum anderen soll das 50-zu-50-Modell an allen Schulen eingeführt und eine verlässliche Berechnungsgrundlage dafür entwickelt werden. Das Modell, das vom Eckhorst-Gymnasium und von Teilbereichen der Anne-Frank-Schule bereits praktiziert wird, sieht vor, dass die Gelder, die durch Energieeinsparung
gespart werden können, zur Hälfte an die Schule zurück fließen.

DieArbeitsgemeinschaft Radwege soll daran beteiligt werden, die Radverkehr-Infrastruktur in der Stadt zu verbessern. Ebenfalls auf der Liste, über die im März endgültig abgestimmt wird, steht die Verbesserung der raumlufttechnischen Anlagen. „Im Kleinen Theater gibt es eine Raumlufttechnik, die schon relativ alt ist“, erläutert Teschke. „Sie verbraucht viel Strom, und die Wärme wird nach draußen geblasen. Wenn man die auf den neuesten Stand bringt, ließe sich viel Energie einsparen.“ Schließlich soll auch die Straßenbeleuchtung weiter optimiert werden.

„Das sind alles erst Optionen“, so Teschke, „wir beantragen alles und fangen da an, wo wir eine Förderzusage bekommen.“ Die Kosten, die die Stadt tragen muss, seien teilweise schon im Haushalt bereitgestellt worden.