[ Lübecker Nachrichten vom 27.2.2011] 

Bargteheider Schüler erringen dritten Platz bei landesweitem Informatik-Wettbewerb.

Die 12b hat gemeinsam ihr Gewinnerschaf programmiert. Foto ba
Die 12b hat gemeinsam ihr Gewinnerschaf programmiert.   Foto ba Die 12b hat gemeinsam ihr Gewinnerschaf programmiert.   Foto ba

Bargteheide – Bargteheider Schüler haben bei einem landesweiten Informatikwettbewerb der Universität Kiel ihre Schäfchen ins Trockene gebracht: Die 12b des Eckhorst-Gymnasiums errang unter 21 Konkurrenzteams aus Schleswig-Holstein den dritten Platz in der Vorrunde der „Software Challenge“. Ihre Aufgabe war es, für das Computerspiel „Schäfchen im Trockenen“ einen Spieler nebst Strategie zu programmieren, der das Spiel möglichst für sich entscheidet.

Über den Wettbewerb, der seit 2004 existiert, erhofft sich die Universität Kiel fähige und interessierte Studenten im Fach Informatik. „Wir haben den Wettbewerb ins Leben gerufen, weil wir zu wenige Studenten hatten, die zudem nichts konnten“, erklärt Informatik-Professor Manfred Schimmler. „Mit dem Informatik-Wettbewerb wollen wir die richtigen Schüler für unser Fach interessieren." Die lernen beim Wettbewerb nicht nur Programmieren, sondern vor allem Denkprozesse in Technik zu übertragen. „Jedes Team hat zwei Gruppen mit Schafen und muss versuchen, Punkte zu sammeln“, erläutert Michael vom Eckhorst-Team die Regeln des Spiels, das eine Art wolliges „Fang den Hut“ ist. „Punkte gibt es fürs Blumensammeln oder wenn man Gegner fängt.“ Abzug dagegen, wenn das Tier Giftpilze frisst oder selber gefangen wird. Ein Schäferhund in der Mitte ist der Joker.

Die Schüler sind das Programmieren trotz des Schäfchenzählens nicht müde geworden. „Es hat Spaß gemacht“, sagt Stefan, „wir haben dafür auch viel Freizeit aufgewendet.“ Unterstützung beim Programmieren hatten sie durch Mitarbeiter der Universität, Hilfe beim Studium verspricht eines der 20 Stipendien, die regelmäßig in Kiel für das Fach Informatik vergeben werden. „In Deutschland gibt es 28 000 Stellen für IT-Experten, die nicht besetzbar sind“, lockt Nina Prigge vom Verein Digitale Wirtschaft „DiWiSH“ die Schüler – der Verein finanziert den Wettbewerb gemeinsam mit Sponsoren und dem Wirtschaftsministerium in Kiel. „Besonders Frauen sind gefragt. Der Nachwuchsmangel ist riesig.“ Deshalb wird der Wettbewerb am 3. März auf der Cebit vorgestellt. Mit dabei sind dann die Schüler der 12 b, die Eintrittskarten gewonnen haben. Dazu kommt die Chance, beim Finale am 17. Juni in Kiel 1000 Euro für die Schule zu gewinnen. ba