[ Ahrensburger Zeitung vom 22.9.2011]

Die Schüler Jovanna (v. r.), Johanna, Nele und Michel zeigten bei der Übergabe des vernetzten Klassenzimmers, dass Unterricht mit Netbooks Spaß macht

Im Bargteheider Gymnasium Eckhorst hat die Computer Firma Acer ein Pilotprojekt gestartet

BARGTEHEIDE :: „Das fliegende Klassenzimmer“ Erich Kästners ist noch immer pure Fantasie. Aber das erste „vernetzte Klassenzimmer“ Schleswig-Holsteins ist jetzt Wirklichkeit geworden. Zu finden ist es im Bargteheider Gymnasium Eckhorst – als landesweites Pilotprojekt. Möglich gemacht hat es die in Ahrensburg ansässige Acer Computer GmbH, die 30 Netbooks für Schüler und ein Notebook für den Lehrer zur Verfügung stellte. Zur offiziellen Übergabe kamen auch Landrat Klaus Plöger und Bargteheides Bürgermeister Henning Görtz. Das freute Schulleiter Herbert Diebold besonders: „Das zeigt, dass sich Kreis und Stadt ihrer Verantwortung bewusst sind, Schulen modern auszustatten.“


Insgesamt zwölf Sponsoren ermöglichen, dass sich die 12 c nun als erste Klasse im Norden Deutschlands mit Laptops, digitalem Whiteboard und voller elektronischer Unterstützung auf das Abitur vorbereiten kann. „Das Sponsorenteam hat 25 000 Euro investiert“, sagt Acer-Mitarbeiter Michael Thedens. Ähnliche Projekte habe Acer in Berlin und in Poing (bei München) initiiert Thedens: „Aber die Ausstattung in Bargteheide ist einmalig.“


„Social sponsering“ lautet das Stichwort. „Selbstverständlich steht dahinter auch die Idee, einen Markt aufzubauen“, so Thedens weiter. Das vernetzte Klassenzimmer in Bargteheide solle daher ständig auf den neuesten Stand gebracht werden und als Modellvorhaben der Anfang dafür sein, dass Schulen bundesweit nach gleicher Systematik ausgestattet werden – mit staatlicher Förderung.


„Wir sind Technologieführer in Deutschland und müssen uns dem Wettbewerb stellen“, sagte Mirco Krebs vom Acer-Vorstand. In den USA wundere man sich, dass in Deutschland noch Tafelkreide benutzt werde. Krebs: „Wichtig ist, die elektronischen Medien gezielt einzusetzen, zum Beispiel um Material wie Landkarten herzustellen. Sie dürfen sicher nicht den gesamten Unterricht bestimmen.“ (M.T.)