[ Hamburger Abendblatt vom 6.11.2011 ]

Maëlle Robert  

Schüler des Bargteheider Eckhorst-Gymnasiums siegen bei bundesweitem Wettbewerb "FahrRad! Fürs Klima auf Tour" des Verkehrsclubs VCD.

Klimaschützer in Bargteheide (v. l.): Lehrerin Claudia Vogel, Doris Neuschäfer vom VCD und die Schüler Maximilian, Vivien und Amrei Foto: Maelle Robert
Bargteheide. Große Freude bei den "Klimawächtern" des Gymnasiums Eckhorst in Bargteheide: Für ihre Beteiligung an der Aktion "FahrRad! Fürs Klima auf Tour" wurden sie jetzt mit zwei neuen Fahrrad-Abstellanlagen belohnt. Ziel des Wettbewerbs war es, für den Weg zur Schule oder in der Freizeit öfter mal das Rad zu benutzen und seltener die Dienste der motorisierten Eltern in Anspruch zu nehmen. Mit anderen Worten: Es ging ums Umweltbewusstsein. Claudia Vogel ist Biologie- und Französischlehrerin sowie Umweltbeauftragte in der Schule. Sie sagt: "Wir wollten den Schülern zeigen, dass es nicht schwierig ist, im Alltagsleben etwas für das Klima zu tun."
Und die Aktion hatte Erfolg: Von der fünften bis zur 13. Klasse haben alle Schüler mitgemacht. "Ihr seid die Schule, die mit den meisten Gruppen in ganz Deutschland an diesem Wettbewerb teilgenommen hat", sagt Doris Neuschäfer, stellvertretende Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der den Wettbewerb organisiert hatte. Er trug das Motto "Alle reden vom Klimawandel. Wir tun etwas dagegen!" und lief von März bis Juli 2011. Das Prinzip war ziemlich einfach: "Alle Schüler einer Klasse mussten am Ende jeder Woche aufschreiben, wann und wie viele Kilometer sie mit dem Fahrrad gefahren waren. Es war beeindruckend zu sehen, dass man ziemlich viele Kilometer in so kurzer Zeit fahren kann", sagt Heike, 14. Die Klasse 6 a legte zum Beispiel insgesamt 6240 Kilometer mit dem Rad zurück - und verhinderte dadurch eine Menge Kohlendioxidausstoß.
Alle Kilometer wurden auf einer eigens dafür geschaffenen Internetseite des VCD zusammengerechnet. Bei einer virtuellen Radtour durch Deutschland und Europa konnten die Schüler mehr über das Fahrrad und das Klima erfahren.
Das Projekt hat die meisten Teilnehmer begeistert, auch Amrei, 16: "Normalerweise nehme ich den Bus, aber in der Zeit bin ich oft mit dem Fahrrad zur Schule gefahren. Es war angenehm, an der frischen Luft zu sein." Ihre Freundin Vivien, 16, ergänzt: "Es war eine Herausforderung für die ganze Klasse. Wir sollten unsere Ziele gemeinsam erreichen, das war ein guter Ansporn." Doris Neuschäfer vom VCD weist darauf hin, wie vorteilhaft es sei, mit dem Rad zu fahren. Es helfe dem Klima und sei gut für die Gesundheit. "Das führt dazu, dass sich die Schüler im Unterricht besser konzentrieren können", sagt sie.
Hans-Werner Harmuth (CDU), der Vorsitzende des Bargteheider Umweltausschusses, lud die Schüler zu einer Bürgerversammlung zum Thema Klimaschutz ein, die am kommenden Montag stattfindet. "Seit Jahren engagiert sich die Stadt Bargteheide für das Klima - durch klimagerechte neue Baupläne, durch die Sanierung alter Gebäude und alles, was zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs führt", sagt er. "Die Stadt kann einiges tun, aber die Bürger können viel mehr erreichen, um den Kohlendioxidausstoß zu verringern."
Langfristig will die Lehrerin Claudia Vogel die Aktion für weitere Zwecke nutzen. "Jetzt, da die Schüler für das Thema Klimaschutz sensibilisiert sind, möchten wir sie motivieren, damit sie über konkrete Vorschläge nachdenken, um die Energieeffizienz der Schule zu verbessern", sagt sie. "Ich hoffe, dass sich daraus etwas entwickeln wird."

[ Bargteheider Markt vom 9.11.2011]

Bargteheide (nil). Die Schülerinnen und Schüler des Eckhorst Gymnasiums haben beim bundesweiten Wettbewerb „FahrRad! Fürs Klima auf Tour” den ersten Platz belegt


 
 (der MARKT berichtete). Am Freitag gab's die Belohnung: Zehn neue Fahrradstellplätze vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), den den Wettbewerb ausgerufen hatte. „Ihr seid die Schule, die mit den meisten Gruppen teilgenommen hat”, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende des VCD, Doris Neuschäfer. Auf dem Foto schließt Maximilian aus der Klasse 11b sein Fahrrad an einen der neuen Ständer an. Daneben (v.l.) Claudia Vogel (Umweltbeauftragte des Eckhorst Gymnasiums, Doris Neuschäfer sowie die Zehntklässlerinnen Vivien und Amrei.

Radeln für den Klimaschutz

Bargteheider Gymnasiasten gewinnen bei Bundeswettbewerb

[ Hamburger Wochenblatt vom 9.11.2011 ]

BARGTEHEIDE. „FahrRad!“ lautete die diesjährige Jugendkampagne des Verkehrsclub Deutschland, der gerade Schülerinnen und Schüler dazu animieren wollte, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Ein Thema was im Trend liegt, wie der Bargteheider Klimagipfel von Montag zeigte, an dem sich die Klimalotsen des Eckhorst Gymnasiums ebenfalls beteiligten.

Claudia Vogel, Lehrerin, Doris Neuschäfer vom Verein VCD sowie die Schüler Amrei (16), Vivien (16) und Maximilian (17) probierten den neuen Fahrradparkplatz gleich aus. Foto: Schlie

Getreu dem Motto „Alle reden vom Klimawandel. Wir tun etwas dagegen!“ schwangen sich von März bis Juli bundesweit 5.133 Jugendliche auf ihrem Weg zur Schule und in ihrer Freizeit freiwillig aufs Rad. Durch ihren Verzicht auf eine Fahrt mit dem Eltern-Taxi ersparten die 12 bis 18-Jährigen dem Klima 130,7 Tonnen CO2 und radelten 23-mal um die Welt. Das Bargteheider Gymnasium hob sich durch seine große Beteiligung und sein Engagement bundesweit hervor und bekam so vom Verkehrsclub Deutschland einen Preis überreicht.

Die 60 Klimawächter des Eckhorst Gymnasiums, die sich aus jeweils 2 Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 13 zusammensetzen, konnten sich stellvertretend für alle über 5 moderne Fahrradständer freuen, die weitere Parkmöglichkeiten für die zahlreichen Drahtesel auf dem Schulgelände schaffen. „Klimaschutz ist an unserer Schule schon seit Jahren ein Thema, mit dem sich alle aktiv beschäftigen. Und wir werden auf jeden Fall weitermachen“, so Heiko Rahf, stellvertretender Schulleiter stolz. Denn dies ist nicht der erste Preis, den die Schule für ihr Klimaengagement gewinnt. Seit 2007 wurden bereits fünf Projekte umgesetzt, mit dem Ziel, das Bewusstsein der Schüler für eine ökologisch, soziale und ökonomische Welt zu schärfen, so die Lehrerin und Umweltbeauftragte der Schule, Claudia Vogel. (cs)