[ Markt Bargteheide vom 2.11.2011 ]

Die Bargteheider Jungfilmerinnen, bestehend aus Denise Schlichting, Stella Werner, Lisa Köppen, Katharina Blaschkowski, Mareike Heck, Alexandra Wolf, Yasemin Bayandur, Antonia Pohlmann, Anna Mehlert, Jasmin Lemke und Elisabeth Fest, setzten sich gegenüber zahlreichen Einsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet durch. „Die Verwendung einer besonders deutlichen Bildsprache sowie einer fantasievollen Verknüpfung von spannender Erzählung und Vermittlung von Informationen über den Klimawandel überzeugen auf der ganzen Linie”, begründete Thomas Knoll von Care bei der Preisübergabe die Entscheidung der Jury.
Bargteheide (cy). Nach der Bekanntgabe des Gewinns in der vergangenen Woche zeigte nun das Filmteam des Eckhorst Gymnasiums sein prämiertes Werk. Der Kurzfilm „Die Geister von Madagaskar” brachte den elf Schülerinnen neben Siegerurkunden auch einen Filmworkshop ein, den sie bereits tagsüber vor der Preisübergabe wahrnehmen konnten. Den Filmwettbewerb „We Care” hatte die Hilfsorganisation Care begleitend zur Schulaktion Klimawandel aufgerufen.

Auf die Idee zur Teilnahme kamen die Schülerinnen der damaligen Klasse 10c nach einer Anregung ihres Deutschlehrers Ingolf Steudel. Danach wurde fast zehn Monate an der Umsetzung getüftelt, das Drehbuch geschrieben und gedreht. Federführend war dabei Denise Schlichting, die nach umfassenden Recherchen das Konzept mit den Geistern von Madagaskar entwickelte. Gemeint ist damit ein alter Volksglaube auf der afrikanischen Insel, wonach das Glück der Menschen in direktem Zusammenhang mit den Lemuren - die auch gute Waldgeister genannt werden - steht. Gibt es keine Wälder mehr, verschwinden auch die Lemuren und der Untergang würde beginnen. Trotz dieses Aberglaubens, der als positiven Effekt die Umwelt schützen sollte, ist die Landschaft allerdings an vielen Stellen nahezu abgerodet und Madagaskar hat seinen früheren Titel als „Die grüne Insel” einbüßen müssen. „Die Situation ist bedrohlich, vom Regenwald ist nicht mehr viel übrig geblieben”, erläutert Thomas Knoll die Lage. Gerade deswegen fanden die Wertungsrichter den Film der Bargteheider Schülerinnen besonders gut gelungen: „In Madagaskar haben wir es mit einer schleichenden Katastrophe zu tun, darum passt es gut, dass das Eckhorster Filmteam sich nicht mit den üblichen lauten und sensationsheischenden Mitteln dem Problem angenähert hat. Der angeschlagene Ton ist leise, fast poetisch und dennoch wird jedem Betrachter klar, dass schnell etwas getan werden muss”, so Knoll weiter.
Die Schülerinnen haben auch viel von ihrer privaten Zeit in die Filmarbeiten investiert, aber der Spaß an der Sache entschädigte sie dafür. Lisa Köppen, eine der elf Teilnehmerinnen, hebt noch einen weiteren Punkt hervor: „Das Thema ist hochinteressant und angesichts der globalen Konsequenzen des Klimawandels geht es ebenso uns in Europa etwas an, das dürfen wir nicht vergessen”, sagt die engagierte Schülerin. Ihre zunächst autodidaktisch erworbenen Filmkünste konnten die jungen Preisträgerinnen nun in einem professionell geleiteten Workshop vertiefen. Claus Schulte-Holtey von der Agentur together concept bot eine Einführung in Bildgestaltung und Dramaturgie und die Möglichkeit für die Gewinnerinnen, das Gelernte in einem Fotoexperiment zum Thema „Spuren von Afrika in unserer Gesellschaft” direkt anzuwenden.

Die Geister am Gymnasium

[ Stormarner Tageblatt vom 25.10.2011 ]
Bargteheide .In der Kuhle des Eckhorst Gymnasiums zeigen Schülerinnen der 11. Klassen am Freitag, 28. Oktober, ab 19 Uhr ihren Kurzfilm „Die Geister von Madagaskar“. Der Eintritt ist frei. Bereits ab 8.30 Uhr findet ein Filmworkshop für die Gewinnerinnen des „WE CARE. Filmwettbewerbs“ statt. Die insgesamt elf Schülerinnen konnten mit ihrem Kurzfilm die Jury mit einer besonders deutlichen Bildsprache sowie einer fantasievollen Verknüpfung von spannender Erzählung und Vermittlung von Information über den Klimawandel überzeugen. Der Workshop, der von Claus Schulte-Holtey von der Agentur together concept geleitet wird, beinhaltet eine Einführung in Bildgestaltung und Dramaturgie und die Möglichkeit für die Gewinnerinnen, das Gelernte in einem Fotoexperiment zum Thema „Spuren von Afrika in unserer Gesellschaft“ direkt anzuwenden. An den Workshop schließt gegen 19 Uhr die Preisübergabe und Präsentation des Siegerfilms an, zu der Schüler, Eltern und Lehrer geladen sind.