Klimakiste 3
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Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann überreicht den Klimawächtern, Lehrerin Claudia Vogel und Schulleiter Herbert Diebold (r.) die Klimakiste. Foto: Martina Tabel

Klimakiste 4
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Gero Storjohann packte gemeinsam mit Schülern des Bargteheider Eckhorst-Gymnasiums die Klimakiste aus.

Foto: BETTINA ALBROD

[ Ahrensburger Zeitung vom 31.8.2010 ]

BARGTEHEIDE - Licht aus. Fenster zu. Tür zu. Diese Aufforderungen stehen überall im Bargteheider Eckhorst-Gymnasium. Dass sich Schüler und Lehrer auch daran halten und so helfen, Energie zu sparen, dafür sorgen die Klimawächter. Zwei gibt es pro Klasse. Sie werden ihre Arbeit jetzt noch besser machen können. Dafür sorgt die Klimakiste, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann den engagierten Schülern überreichte. „Das ist ein CO2-Messgerät“, sagte der Politiker und holte ein Gerät aus der Kiste, in der weitere Messinstrumente, Experimentierkästen, Spiele und Unterrichtsmaterialien stecken. Storjohann: „Ich habe drei Kinder. Und ich weiß, Klimaschutz fängt mit dem Aufstehen an. Denn wer verschläft, muss das Elterntaxi statt des Fahrrads nehmen.“


Seit 2007 ist Klimaschutz am Eckhorst-Gymnasium ein Thema. „Mit einem Projektkurs des 13. Jahrgangs fing es an“, sagt Umweltbeauftragte Claudia Vogel. Die Schule hat schon Wettbewerbe, Befragungen und Exkursionen organisiert. Die Klimakiste ist Teil der „Aktion Klima“ des Vereins BildungsCent, der vom Bundesumweltministerium gefördert wird. (M.T.)

Gutes Klima am Eckhorst-Gymnasium

[ Lübecker Nachrichten vom 31.8.2010]
VON BETTINA ALBROD

BARGTEHEIDE – Der klimabewusste Schüler duscht kurz statt zu baden, drosselt am WC die Wasserspülung, schwingt sich dann auf sein Rad und fährt mit gerecht gehandeltem Pausensnack im Ranzen zur Schule, wo er am Ende das Licht ausmacht. Diese Vision ist am Bargteheider Eckhorst-Gymnasium schon Wirklichkeit: Seit 2007 steht Klimaschutz mit der Umweltbeauftragten Claudia Vogel auf dem Stundenplan, und seitdem gehen die Energiekosten an der Schule stetig zurück.Das wurde am Montag in doppelter Hinsicht belohnt: Zum einen erhielt die Schule als Auszeichnung für ihr Klimaschutz-Engagement die „Klimakiste“ des Vereins BildungsCent überreicht. Zum anderen greift in Bargteheide ab sofort das 50:50-Modell. „Die eingesparten Energiekosten werden künftig geteilt“, erklärte Bürgermeister Henning Görtz (CDU). „Die Hälfte bekommt die Stadt, die andere Hälfte kommt der Schule zu Gute. Das können zwischen 5000 und 10 000 Euro im Jahr sein.“

Ein vernünftiger Umgang mit Licht, Heizung und Wasser macht es möglich, und neben dem wirtschaftlichen Gewinn wird gleichzeitig das Bewusstsein der Schüler für ein großes Problem künftiger Generationen geschult. „Unser Ziel ist es, täglich gegen den Klimawandel zu kämpfen“, erläutert Claudia Vogel, die das Projekt initiiert hat. Aus einem anfänglichen Projektkurs ist mittlerweile ein klassenübergreifendes Konzept geworden. „Jede Klasse wählt zwei Klimawächter, die auf Licht, Heizung und Fenster im Klassenzimmer achten.“ Wird richtig gelüftet? Hat einer den Müll falsch getrennt? Wie sieht mein persönlicher Energieverbrauch zu Hause aus, der so genannte ökologische Fußabdruck? Wettbewerbe und Projekttage zum Thema machen den Klimaschutz allgegenwärtig – mit kleinen Schritten wandert die Schule in eine bessere Welt.

„Mit diesen Fragestellungen werden die Schüler zu Multiplikatoren“, so Claudia Vogel, „Elternhaus, Familie und Umfeld erleben mit, wie Klimaschutz funktioniert. Die Schule will für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Umweltschutz sensibilisieren.“ Das war dem Verein BildungsCent eine Klimakiste wert. Der Verein unterstützt Schulen dabei, wichtige gesellschaftspolitische Themen im Schulalltag zu verankern. „Aktion Klima!“ ist Teil eines Aktionsprogramms des Bundesumweltministeriums. Gero Storjohann (CDU), Mitglied des Bundestages, überreichte die Kiste, in der sich Messgeräte und Begleitmaterialien für den Unterricht befinden. „Klimaschutz ist ein Thema, bei dem politische Unterstützung wichtig ist“, erklärte er bei der Übergabe. „Wir ermutigen zum Fahrradfahren und müssen dafür auf den Straßen die Bedingungen schaffen, und wir wollen, dass Klimaschutz, wie er hier an der Schule praktiziert wird, öffentlich wird.“ CO2-Messgerät und Thermometer sind nur zwei der Geräte, die den Schülern künftig zur Verfügung stehen, am Montag gibt es dazu eine Multivisionsveranstaltung zum Thema „Fair Future“. Auch in Zukunft setzt die Schule ihren Klimaschutz fort: „Wir wollen mehr Fahrradständer als Anreiz, mit dem Rad zu fahren, und wir wünschen uns eine Solaranlage auf dem Schuldach“, so ein Schüler.