Marko präsentierte die Ideen des Projektkurses „Umwelt“ zum Klimaschutz an der Schule.

[Lübecker Nachrichten vom 30.10.2008]

Bargteheide - Aktiver Klimaschutz an der Schule zeichnet das Gymnasium Eckhorst in Bargteheide aus. Jetzt ist der Projektkurs „Umwelt“ für sein Engagement beim Energiesparen vom Kreis Stormarn ausgezeichnet worden. Nächstes Ziel ist die Installation einer Fotovoltaik-Anlage.

„Wir haben die Welt nicht von unseren Vätern geerbt sondern nur von unseren Kindern geliehen“, lautet eine indianische Weisheit, die seit zwei Jahren im Bargteheider Eckhorst-Gymnasium auf eigene Weise beachtet wird.

Damals begann Lehrerin Claudia Vogel als Umweltbeauftragte der Schule, ihre Schüler mittels Projekten an das Thema Klimaschutz heranzuführen. Jetzt wurde der Projektkurs „Umwelt“ des 13. Jahrgangs von Kreispräsidentin Christa Zeuke als gutes Beispiel für den Klimaschutz in Stormarn ausgezeichnet. Den Abiturienten sei es gelungen, die gesamte Schule sowie die Familien zum Mitmachen zu bewegen. Der mit 150 Euro dotierte Preis gehe aber an die ganze Schule, die durch die Klimaschutzbemühungen viel Heizenergie in 2007 eingespart habe. „Der Kurs hat zum Ziel, bei allen ein Bewusstsein für die Klimaproblematik zu schaffen und auch aktiv etwas für den Umweltschutz zu tun“, erklärte Claudia Vogel. Die Preisverleihung war zugleich die Auftaktveranstaltung für einen neuen kreisweiten Wettbewerb im Schuljahr 08/09 zum Thema Klimaschutz.

„Unser Ziel ist, auf dem Dach der Schule eine Fotovoltaik-Anlage zu installieren, die mit ihrer Energie die Schule und das benachbarte Freibad speisen könnte“, erläuterte Marko aus der Projektgruppe „Umwelt“. Es fehle allerdings noch die Zustimmung der Stadt als Schulträger, ebenso beim Vorschlag, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Die eingesparten Heizkosten sollen je zur Hälfte dem Schulträger sowie der Schule zu Gute kommen. Bereits realisiert wurde die Wahl von Energiemanagern für jede Klasse, die darauf achten, dass das Licht gelöscht wird und Heizung und Lüftung einander nicht in die Quere kommen. Hinweisschilder in jedem Klassenzimmer („Licht aus!“), schulinterne Wettbewerbe, Mülltrennung, ein Klimaschutz-Projekttag und die Ermittlung eines „ökologischen Fußabdrucks“ durch Umfragen sind weitere Bausteine zu einer Klimaverbesserung im Kleinen.

„Kleine Projekte und Wettbewerbe helfen uns, an die Schüler heran zu kommen“, sagte Projektgruppenmitglied Christoph. „Wer trennt am besten den Müll?“ animiert zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt ebenso wie die Fahrrad-AG oder eine Checkliste an der Tür jedes Klassenzimmers: „Fenster zu? Licht aus? Tür zu?“. Auf den Lichtschaltern weist ein roter Punkt auf die Lampenreihe am Fenster hin, die bei Sonnenlicht nicht eingeschaltet wird. Auch Bewegungsmelder, Stromsparlampen und selbsttätig ausschaltende Wasserhähne stehen auf der Wunschliste der Schüler. Hierfür werden aber Sponsoren benötigt. „Ich achte auch zu Hause darauf, dass alle Geräte ausgeschaltet werden, statt in Standby-Funktion zu bleiben“, berichtet Ole, Energiemanager einer sechsten Klasse. „Wenn man die Informationen hat, fällt einem plötzlich Vieles auf“, hat auch Tom (14) beobachtet, Stoßlüften statt Kippfenster mache er auch privat. Felix (15) und Finn (15) ist es selbstverständlich geworden, das Licht hinter sich zu löschen. „Ich finde es fantastisch, was hier in Umweltfragen geleistet wird“, so Christa Zeuke, „dadurch können auch die Eltern viel von ihren Kindern lernen.“