[ Lübecker Nachrichten vom 3.12.2008 ]

Gymnasium Eckhorst setzt auf Projektkurs zum Thema Ernährung

Gesamtsieger des Wettbewerbs wurde das „Herren-Team" mit Henry Hagelman, Jann Ahlers und Philip Scheschonka (von re). Sie bereiteten unter anderem Kartoffelecken mit kräftiger Paprika-Knoblauch-Sauce zu.

Bargteheide - VON BETTINA ALBROD - Auf die Töpfe, fertig, los - in Bargteheide fiel jetzt der Startschuss für die letzte Runde eines Kochwettbewerbs, den sich der Projektkurs „Gesunde Ernährung" am Gymnasium Eckhorst ausgedacht hat. Dabei galt es für die Schüler-Teams der Klassen 11 bis 13, diesmal aus vorgegebenen Zutaten verschiedene Speisen zuzubereiten. „Idee dahinter ist, dass wir den Schülern das Kochen näher bringen wollen, und das mit gesunden Zutaten", erläutert Till Ollroge vom Organisationsteam. „Bewertet werden Geschmack, Gesundheit, Planung, Teamarbeit und Sauberkeit beim Kochen."

Für fünf Schülergruppen hieß es also ran an die Kartoffeln, die es mit Champignons, Paprika, Pute, Krautern und Mango zu verarbeiten galt. „In der ersten Runde wurde ein Rezept nachgekocht, in der zweiten bekam jeder 15 Euro und sollte mit dem Etat ein Essen bestreiten, in der dritten Runde ging es um die Zubereitung von Fingerfood und diesmal um Materialverwertung", so Ollroge weiter. Für die Schüler bedeutet das, über Essen nachzudenken und bewusster zu speisen. „Wir haben festgestellt, dass fünf von sechs Schülern gerne und regelmäßig selber kochen", sagt der Abiturient, „allerdings nicht immer gesund".

Gesund und frisch sollen die Zutaten für eine ideale Ernährung sein.

Fotos: BETTINA ALBROD

„Pizza", gibt Nadine Hasselbusch als ihr Lieblingsgericht an, Paul Schwarzer schätzt die Abwechslung. „Man lernt hier viele Sachen kennen, die man auch mal kochen könnte", meint er. Allein in den Kartoffeln steckt Vielfalt: Henri, Jann und Philip verarbeiten ihre zu Kartoffelecken mit würziger Knoblauch-Paprika-Sauce, Lisa und Maja setzen auf die klassische Bauernpfanne. „Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung", betont Lehrerin Lena Schankin. „Etwas Frisches muss dabei sein wegen der Vitamine, aber reichhaltig soll das Mahl auch sein - leere Kalorien machen nur kurzfristig satt." Die Idee zum Projekt kam ihr, nachdem sie immer wieder von dicken Kindern gelesen hatte: „Auf dieses Thema muss man aufmerksam machen und Schüler schon früh an gesunde Küche heranführen. Es laufen viel zu viele zur Tankstelle oder essen nur Süßes statt Pausenbrot."


Um hier Alternativen zu bieten, organisiert die zweite Gruppe des Projektes einen Brötchenverkauf für die Pause. „Wir haben eine Umfrage gemacht, und eine große Mehrheit der Schüler ist dafür", so die Pädagogin. Eine dritte Gruppe ermittelt per Fragebogen Essgewohnheiten. Derweil lassen die Schüler nichts anbrennen, verwerfen die Mango als nicht reif, schälen Kartoffeln und wetzen die Messer. Damit schneiden am Ende alle gut ab, denn wenn auch nicht jeder Sieger wird - die Erkenntnis gewinnt, dass Essen gut schmecken und gesund sein kann.