[ Stormarner Tageblatt vom 3.3.2008 ]
Welt-Wissen Bargteheide/ask – Wer kennt sich am besten aus in Erdkunde?

 


Die besten Geographie-Schüler des Wettbewerbs vom Gymnasium Eckhorst Bargteheide: (v.l.) Helge Rose, Kilian Riez, Sascha Malinowski und Schulsieger Robert Scheel.

 

Foto: Alexander Steenbeck

Seit Januar wetteifern wieder Jugendliche aus ganz Deutschland um den Titel des besten Geographie-Schülers. Jetzt stehen die ersten Schulsieger aus Stormarn fest.

Bad Oldesloe/Bargteheide /ask – Fragen wie: Welches Bundesland grenzt an Schleswig-Holstein? Oder: Zu welchem Staat gehören die Azoren? mussten die Schüler im Rahmen des Wettbewerbs „National Geographic Wissen 2008“ beantworten. Und wo so mancher Erwachsener sich nachdenklich den Kopf kratzt oder in Fernseh-Quizsendungen den Telefon-Joker einsetzen würde, glänzten Stormarns Schüler mit Bestnoten in Sachen Erdkunde.

Und das ist für viele Schüler eines der Lieblingsfächer. Im vergangenen Jahr beteiligten sich insgesamt 225 000 Schüler aus der gesamten Bundesrepublik und den deutschen Schulen im Ausland an dem Wettbewerb, mussten in nur 15 Minuten 25 Wissens-Fragen zur „Mutter Erde“ beantworten.

Bereits zum achten Mal wird der Wettbewerb ausgetragen, ebenso lange ist bereits das Gymnasium Eckhorst in Bargteheide dabei – also von der ersten Stunde an. In diesem Jahr wurde es für Helge Rose, Kilian Riez, Sascha Malinowski und Robert Scheel erst so richtig ernst. Denn Dirk Weiland, Fachbereichsleiter Geographie, rief die vier Jungs – allesamt Klassensieger – gestern zusammen, um ihnen mitzuteilen, wer von ihnen der Schulsieger geworden ist. „Volle Punktzahl hätte ich wahrscheinlich auch nicht erreicht“, machte es der Erdkundelehrer spannend. Nachdem die Plätze vier und drei an Helge und Sascha gingen, Kilian quasi die Silbermedaille holte, fuhr schließlich Robert das beste Ergebnis ein. Dafür gab’s aus den Händen von Schulleiter Christian Wendt das Buch „1000 places to be before you die“ und eine Urkunde. „Damit hätte ich gar nicht gerechnet“, sagt der 15-jährige Jersbeker, der wie seine drei Mitschüler in seiner Freizeit sportlich aktiv ist – Golf und Fußball zählen zu seinen Steckenpferden, aber auch Reisen. Wie er möchte keiner der vier Gymnasiasten später einmal Geographie studieren. „Ich möchte Jura studieren oder Pilot werden“, sagt Robert. Auch Helge möchte Flieger werden (Hubschrauberpilot), Kilian hingegen lieber Journalist. Sascha hat sich noch nicht genau festgelegt.

Für alle ist der jetzige Wettbewerb also eher eine interessante Abwechslung im Erdkunde-Unterricht, zumal er nicht in die Zeugnisnote mit einfließt. „Es ist aber sicher spannend, was jetzt noch für Fragen kommen werden“, kommentiert der 16-jährige Helge den weiteren Fortgang des Wettbewerbs. Ganz gelassen hingegen sieht das der Schulsieger aus Bad Oldesloe. Henning Steiner, 16-jähriger Schüler an der Theodor-Mommsen-Schule, beschreibt die Gründe für sein gutes Abschneiden beim Wettbewerb so: „Ich habe ein gutes Gedächtnis, denn viele Fragen bezogen sich auch auf den Erdkunde-Unterricht der unteren Klassen“, sagt der begeisterte Handball- und Tennis-Spieler.

Alles wusste der Gymnasiast aber auch nicht. „Die Frage nach ehemaligen britischen Kolonien fand ich ziemlich schwer“, gesteht er. Ein Erdkunde-Musterschüler sei er nicht, gibt der Zehntklässler bescheiden zu. „Was jetzt auf mich zukommt, weiß ich noch nicht“, sagt er angesichts der anstehenden Auswertungen der Ergebnisse der Landesentscheide. Diese stehen bis zum 7. März fest. Wer Bundessieger wird, entscheidet sich am 30. Mai.

Alexander Steenbeck