[Lübecker Nachrichten vom 2.10.2008 ]

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Schulleiter Christian Wendt blickte 25 Jahre zurück und wünschte sich mehr Personal.
FOTO: BA

BARGTEHEIDE - 1983 war das Jahr der RAF-Festnahmen und der falschen Hitlertagebücher, aber auch das Jahr, in dem das Bargteheider Eckhorst-Gymnasium als Zweig des KGB geboren wurde. Der heutige Schulleiter Christian Wendt erinnerte in einer Feierstunde gestern an die Gründungszeit der Schule, die Bargteheides Antwort auf die rapide wachsenden Schülerzahlen in Stadt und Umland war. „Früher gab es im ganzen Kreis nur die TMS in Bad Oldesloe und die Stormarnschule in Ahrensburg als Gymnasien", blickte er zurück. Fast hätte es auch das Eckhorst-Gymnasium nicht lange gegeben, denn Anfangsschwierigkeiten bescherten den 13 dorthin abgeordneten Lehrern zunächst nur wenige Schüler.

Mittlerweile gehört die Schule zu den etablierten Gymnasien im Kreis – 287 Schülern aus dem Jahr 1991 stehen heute 770 Schüler gegenüber. Wendt erklärte, dass der Bestand der Schule für die nächsten Jahre gesichert sei und bedankte sich beim Kreis als ehemaligem und bei der Stadt als neuem Schulträger. Zugleich fand Wendt aber auch deutliche Worte zur aktuellen Reform des Schulwesens und zum Lehrermangel an den Schulen: „Ich wünsche mir maßvolle, wohl überlegte Reformvorschläge. Wir haben eine personelle Ausstattung, die es zu verbessern gilt, und ich wünsche mir keine Reformen, die nur den Haushalt und den Stellenplan entlasten sollen." Heute feiert die Schule mit Eltern und Schülern: Ab 10 Uhr lädt das Eckhorst-Gymnasium zu einem Projekttag ein, bei dem die neue Schulkleidung präsentiert wird, Roboter-Tour und Filmvorführungen, Luftballonrennen, Gruselkabinett, Optische Täuschungen, Eichenpflanzung, „Unterricht im Wandel der Zeit" und viele Themen mehr rund um die Schulgeschichte und ihre aktuellen Aufgaben auf dem Stundenplan stehen.