Ahrensburger Zeitung 2.6.2008]

UMWELTPROJEKT: GYMNASIASTEN ACHTEN AUF SPARSAMEN UMGANG MIT ENERGIE

 


 



Die beiden Strom Kontrolleure Patrizia Hanhart (19) und Christoph Knuth (20) mit einer Solarzelle, die Energie spart.
FOTO: MEIER

 

 

Oberstufenschüler überwachten zwei Monate lang ihre jüngeren Mitschüler und verteilten Punkte für geringen Verbrauch.
Von Jens Peter Meier
Bargteheide – Zwei Monate lang haben sie ihren jüngeren Mitschülern auf die Finger geschaut. „Wir haben geguckt, ob die Heizung nicht bei offenen Fenstern aufgedreht ist oder unnütz das Licht brennt", sagt Inna Schluger (19). Auch die Mülltrennung wurde von den Oberstufenschülern kontrolliert. Viele Stunden haben die Schüler der Abschlussklassen dafür aufgewendet. Jetzt steht das Ergebnis des Wettbewerbs in der Unterstufe des Bargteheider Eckhorst-Gymnasiums fest. Die Klassen 5 c und 6 a haben die meisten Punkte für ihr umweltbewusstes Verhalten eingeheimst.

Zur Belohnung gab es für sie jetzt beim Projekttag der Schule Urkunden und Palmen für ihre Klassenräume. Die anderen Klassen der Unterstufe durften sich über Gläser mit Süßigkeiten freuen. Ziel des Projekts war es, das Umweltbewusstsein aller Schüler zu schärfen. Deshalb gab es am Projekttag Vorträge, Vorführungen und Eigenexperimente zum Thema Klimawandel. „Wir zeigen zum Beispiel, wie eine Kerze unter einem Glas wegen Sauerstoffmangels erlischt", sagt Inna Schluger. Mit Solarzellen demonstrierten die angehenden Abiturienten, wie die Kraft der Sonne einen elektrischen Propeller antreibt. Auch in den Haushalten vieler Schüler kann noch reichlich Energie gespart werden. „Mehr als die Hälfte der Haushalte könnte mehr als ein Drittel Energie sparen", sagt Ingo von Eitzen (19), „beim Heizen, beim Wasserverbrauch, beim Waschen und Spülen." Energiefresser seien auch die Standby-Schaltungen vieler Elektrogeräte.

Mit dem Wettbewerb beteiligte sich das Eckhorst-Gymnasium am Energiesparprogramm des Kreises. Unter dem Motto „50 zu 50" bemühen sich die Schüler, Strom und Heizkosten zu sparen. Die Hälfte des Geldes wurde bisher der Schule zur Verfügung gestellt. Ob das Programm weitergeführt wird, ist nach dem Schulträgerwechsel vom Kreis zur Stadt noch offen. „Wir hoffen, dass die Stadt Bargteheide es übernimmt", sagt die Projektleiterin, die Biologie- und Französischlehrerin Claudia Vogel.