Die Besten beim Schulwettbewerb am Eckhorst-Gymnasium: Als „Lohn“ erhielten die Schüler der 5b, 5a und 6c unter anderem Urkunden und ein Eis.





 

Vom Projektkurs Umwelt des 13. Jahrgangs: Jennifer Mayer, Maximilian Blindow, Sören Eggers.

Foto: Stolten

BARGTEHEIDE - „Sparfüchse“
Bargteheide / vst – Im Rahmen des 50:50-Energiespar-Projektes des Kreises wurden gestern am Eckhorst-Gymnasium die drei besten Klassen 5b, 5a und 6c für ihren klimaschützenden und umweltbewussten Einsatz geehrt.


Stolz wie Oskar: Die besten Energiesparer!
Die Kleinsten waren gestern die Größten und fühlten sich stolz wie Oskar: Bei einem Umwelt-Schulwettbewerb des 13. Jahrgangs am Gymnasium Eckhorst gingen die Klassen 5b, 5a und 6c im Rahmen des 50:50-Energiesparprogramms des Kreises als Gewinner hervor.

Bargteheide / vst – Dass sich Energiesparen auszahlt, erlebten Pennäler des Eckhorst-Gymnasiums hautnah. Gestern bekamen die Klassen 6c (3. Platz) und 5a (2. Platz) für ihren tatkräftigen und engagierten Einsatz Urkunden, Süßigkeiten und Eis – die erstplatzierte 5b noch einen Fußball obendrauf. Zudem werden die Energiekosten am Gymnasium – dank ihrer tollen Tipps – in naher Zukunft in den Keller gehen. Es handele sich um eine mögliche Ersparnis von 1600 bis 3000 Euro, machte Schulleiter Christian Wendt deutlich. Die Hälfte davon – 800 bis 1500 Euro – gehe an den Kreis. So heißt denn auch das vom Schulträger initiierte Energie- und Wassersparprogramm 50:50.

Im Zuge dieses Klimaschutz-Programms hatte der Projektkurs „Umwelt“ des 13. Jahrgangs am „Eckhorst“ unter der Leitung von Biologielehrerin Claudia Vogel einen Schulwettbewerb organisiert, an dem sich 550 Pennäler beteiligten. Dabei ging es um den verantwortungsbewussten, kostensparenden und klimaschützenden Umgang mit der Energie. Und gerade die 5. und 6. Klassen gingen voller Energie und Tatendrang an die Aufgabe heran. Denn alle hatten schon mal etwas vom Klimawandel gehört und wollten sich für eine bessere Umwelt einbringen. Neben dem Mitmachen ging es besonders darum, eigene Ideen umzusetzen – wie etwa Hinweise auf Lichtschalter zu kleben, und so darauf aufmerksam zu machen, dass die Lampen nicht kontinuierlich brennen müssen. Bitte Türen zu! – ist ein weiterer Appell. Denn, wenn die Heizung läuft, schießt der Verbrauch in die Höhe. Ähnlich verhält es sich mit den Fenstern. Hier wird nun besonders auf die so genannte Stoßlüftung geachtet, also darauf, dass die Fenster nicht unnötig offenstehen – schon gar nicht, wenn die Schule aus ist. Viele Informationen, Mülltrennung, eine Plakaterstellung und eine Ausstellung ergänzen das von Schülern geschnürte Umweltpaket. Des weiteren muss Brot nicht eingewickelt werden. Es ist in einer Dose genauso gut aufgehoben. Überdies gebe es nicht nur Klassensprecher, sondern neuerdings auch Energieberater (die „Hausmeister fürs Energiesparen“).

Ganz wichtig sei eine Bewusstseinsveränderung, machte Wendt deutlich. Die sei auf alle Fälle eingetreten. „Die Schüler übernehmen Aufgaben und damit Verantwortung“, steuerte Claudia Vogel bei. „Irgendwann sind wir nicht mehr da. Es ist eure Welt, die soll lebenswert bleiben“, sprach der Schulleiter den Ausgezeichneten pädagogisch ins Gewissen. Christian Wendt und Claudia Vogel hoffen, dass auch der mögliche neue Schulträger den eingeschlagenen Weg im Zeichen der Umwelt weitergeht. Das wäre sehr wünschenswert! Zumal dem Gymnasium als nächstes Ziel eine Fotovoltaik-Anlage vorschwebt.
volker stolten

Beim 50:50-Programm des Kreises handelt es sich um das Nachfolgeprojekt für das Öko-Schulprogramm zum Energie- und Wassersparen. Die Schulen erhalten 50 Prozent der Einsparungen zur freien Verfügung. Auf Nachfrage der Schulen ist folgende Unterstützung aus der Kreisverwaltung möglich: Durchführung von Projekten mit Schulklassen zu den Themen Wasser und Energie (Fachbereich Umwelt), Unterstützung der Beauftragten in den Schulen (Vermittlung von Ansprechpartnern für Förderung, Schulvergleiche etc.) sowie ein Netzwerk zum Erfahrungsaustausch. Information über vorhandene Technik, bereits umgesetzte sowie geplante Investitionen und Bauvorhaben und realisierbare Einspartechnik.
Lernziel: Die Schulen können auch etwas gegen den Klimawandel tun.