[ Lübecker Nachrichten vom 26.9.2007]



Die Klasse 5 d des Eckhorst-Gymnasiums präsentiert mit ihrem Programmierspezialisten Philipp Kobbe (11, Mitte) und Mathematiklehrer Heiko Rahf den 500-Euro-Scheck der Innovationsstiftung Hamburg.


 

Obwohl eine Maschine, hatte der Asuro doch eine durchaus „persönliche Note".

Foto: OH

VON BETTINA ALBROD
BARGTEHEIDE – Klassen und Kurse aller Altersstufen wetteiferten beim Roboter-Wettbewerb der Technischen Universität Harburg. Und so freute sich die Klasse 5d des Bargteheider Eckhorst-Gymnasiums besonders über den Sonderpreis der Innovationsstiftung Hamburg und des Vereins Deutscher Ingenieure „für die besondere Einbindung der fünften Klassen in den Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb“.

Die Sextaner hatten im Geographie-Unterricht bei ihrer Lehrerin Anke Oellers das Thema „Roboter in der Industrie" behandelt. Gleichzeitig wurden im Mathematikunterricht und in einer Arbeitsgemeinschaft Mindstorms-Roboter von Lego zusammengebaut und programmiert. Sie zeichneten Haushalts-, Medizin- und Reparatur-Roboter, schrieben Gedichte und Kurzgeschichten zu diesem Thema. Philipp Kobbe (11) fuhr sogar mit dem Informatikkurs seines Mathematiklehrers Heiko Rahf zur Helmut-Schmidt-Universität nach Hamburg, um dort einen abschließenden Test mit Fragen zur Programmierung zu absolvieren.

Den Sonderpreis verdankt die Schule aber auch der Klasse 6c mit ihrer Musiklehrerin Kristin Richter. Sie stellten Musikinstrumente für Roboter her. Als Material wählten sie Blech und Müll, damit ein metallener Klang entstehen kann. Danach entwickelten und bauten sie Rhythmus,- Blas- und Zupfinstrumente, die sie dann vor den Mitschülern präsentierten. Mit ihren Roboter-Instrumenten führten sie das Stück „Four x six" von John Cage auf und komponierten ihre eigene Roboter-Musik. Sie erfanden Rhythmen und erweiterten das Klangspektrum durch ihre selbst hergestellten Blasinstrumente. Eingefügt wurden ferner Sprechrhythmen wie „Retobor", ein Wort, das entsteht, wenn „Roboter" rückwärts gelesen wird.

Diese Beiträge wurden als gelungenes Beispiel für die Vernetzung von Inhalten quer durch verschiedene Fächer gewürdigt, aber auch die Anwendungen von Robotern in der Medizintechnik, wozu der Informatikkurs des 12. Jahrgangs einen Beitrag lieferte. Gemeinsam mit dem 13. Jahrgang wurden in vier Monaten zwei Asuro-Roboter zusammengelötet und Strategien entwickelt, mit denen der Roboter möglichst schnell mit Hilfe von Helligkeits-, Tast- und Neigungssensoren vorgegebenen Linien auf einem Testgelände folgen, einen Berg hinauffahren und oben den Zielpunkt finden sollte. Zur Programmierung musste zudem die Sprache „C“ erlernt werden. Beim praktischen Wettbewerb platzierte sich das Team auf einem der vorderen Plätze in der Oberstufen-Einzelwertung.

Zusätzlich verfassten die Kursteilnehmer Ausarbeitungen über Roboter in der Medizin, die Bedeutung der Informatik für die Gesellschaft, führten eine Umfrage durch und programmierten eine Internetseite
(http://ddp07.byethost9.com/Asuro/index.php)
mit allen Wettbewerbsbeiträgen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. April 2011 um 21:47 Uhr