Klassen und Kurse aller Altersstufen wetteiferten beim Roboter-Wettbewerb der TU Harburg

Bargteheide/st – Die Klasse 5d des Eckhorst-Gymnasiums freut sich über den Sonderpreis der Innovationsstiftung Hamburg und des Vereins Deutscher Ingenieure „für die besondere Einbindung der fünften Klassen in den Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb“.

Die 5d hatte im Erdkundeunterricht bei ihrer Lehrerin Anke Oellers das Thema „Roboter in der Industrie“ behandelt. Gleichzeitig wurden im Mathematikunterricht und in einer Arbeitsgemeinschaft Lego-Mindstorms-Roboter zusammengebaut und programmiert. Anschließend dokumentierten die Schüler ihre Vorstellungen von Robotern. Sie zeichneten Haushalts-, Medizin- und Reparatur-Roboter, schrieben Gedichte und Kurzgeschichten zu diesem Thema. Philipp Kobbe (11) fuhr sogar gemeinsam mit dem Informatikkurs seines Mathematiklehrers Heiko Rahf zur Helmut-Schmidt-Universität nach Hamburg, um dort einen abschließenden Test mit Fragen zur Programmierung zu absolvieren.

Den Preis verdankt die Schule aber auch der Klasse 6c mit ihrer Musiklehrerin Kristin Richter. Sie stellten gemeinsam Musikinstrumente für Roboter her. Als Material wählten sie vor allem Blech und Müll aus, damit ein metallener Klang entstehen kann. Anschließend entwickelten und bauten sie in Kleingruppen Rhythmus,- Blas- und Zupfinstrumente, die sie dann mit ihren Klangmöglichkeiten vor den Mitschülern präsentierten.

Im folgenden Unterrichtsverlauf führten sie mit ihren Roboter-Instrumenten das Stück „Four x six“ von John Cage auf und komponierten in Gruppen ihre eigene Roboter-Musik. Sie erfanden Rhythmen und erweiterten das Klangspektrum durch ihre selbst hergestellten Blasinstrumente. Eingefügt wurden außerdem Sprechrhythmen wie z.B. „Retobor“, ein Wort, das entsteht, wenn „Roboter" von hinten gelesen wird. Die hierbei produzierte CD wurde ebenfalls als Wettbewerbsbeitrag eingereicht.

H. Albrecht von der Hamburger Behörde für Jugend und Sport würdigte die Beiträge als gelungenes Beispiel für die Vernetzung von Unterrichtsinhalten quer durch verschiedene Unterrichtsfächer. Hierbei erwähnte er auch die Anwendungen von Robotern in der Medizintechnik, zu dem der Informatikkurs des 12. Jahrgangs einen ausgearbeiteten Beitrag lieferte.

Der Informatikkurs des 12. und 13. Jahrgangs arbeitete vier Monate daran, zwei Asuro-Roboter zusammen zu löten und Strategien zu entwickeln, mit denen der Roboter möglichst schnell mit Hilfe von Helligkeits-, Tast- und Neigungssensoren vorgegebenen Linien folgen, einen Berg hinauffahren und oben den grau gefärbten Zielpunkt finden sollte. Zur Programmierung musste außerdem noch die Sprache „C“ gelernt werden. Nebenbei wurde ein eigenes zwei Quadratmeter großes bergiges Testgelände gebaut. Beim praktischen Wettbewerb konnte sich das Oberstufenteam auf einem der vorderen Plätze in der Oberstufen-Einzelwertung platzieren. Neben der praktischen Arbeit schrieben die Teilnehmer des Kurses in verschiedenen Arbeitsgruppen Ausarbeitungen über Roboter in der Medizin, die Bedeutung der Informatik für die Gesellschaft, führten eine Umfrage durch und programmierten eine Internetseite, auf der alle Wettbewerbsbeiträge zusammengefasst sind. Diese kann aufgerufen werden über www.eckhorst-gymnasium.de .


→ Artikel mit Bildern

→ Sonderseite des Informatikkurses: http://ddp07.byethost9.com/Asuro/index.php )
→ Artikel aus der Ahrensburger Zeitung