[Ahrensburger Zeitung, 6.7.2006]


 

Almke (13) steht auf der Spitze der Cheeleader-Pyramide (vorn, v.l.): Isabelle, Marja (beide 13), Birte (14) und Nane (13) sowie (hinten, v.l.) Wasitthee (13), annalisa (13), Ann-Kathrin (12), Rosanna (12), Jessica, Linda, Jasmin und Antonia (alle 13). Rechts ihre Lehrerin Gisela Deitert (49)
Foto: Meier

Bargteheide – Projektwoche: Schülerinnen übten sich in der Kunst, Sportler anzufeuern. Die Ergebnisse von insgesamt 45 Projektgruppen werden heute im Kreisgymnasium Eckhorst in Bargteheide vorgestellt.

Von Jens Peter Meier

"Die Jungs haben gelästert, daß wir nur herumfuchteln", sagt Almke (13) , "aber Cheerleading bedeutet noch viel mehr." "Zum Beispiel turnen, Tanz und Akrobatik", erklärt Annalisa (13). Beide haben sich wie ihre 18 Mitstreiterinnen mit blau-weißen Pompons und einem kleinen Megaphon ausgerüstet. Drei Tage lang übten die Schülerinnen des Bargteheider Kreisgymnasiums Eckhorst bei einer Projektwoche, wie Sportmannschaften angefeuert werden.

Die Idee für dieses Projekt hatte Marja (13), die bereits in einer Cheerleader-Gruppe des Turn- und Sportvereins aktiv war. "Leider hat sich die Gruppe mangels Auftrittsmöglichkeiten aufgelöst", bedauert sie, "ich habe es schon vermißt." Mit ihren Vorkenntnissen ist sie die ideale Anleiterin für die anderen Mädchen. Marja hat sie mit ihrer Begeisterung angesteckt. Sie hat zu Beginn auch ein Video über Cheerleader vorgeführt, die besonders in den USA populär sind.

"Es bringt Spaß, mit Leuten aus anderen Klassen zusammenzuarbeiten", sagt Jasmin (13). Ann-Kathrin ist zufrieden, daß sie ihr Wunschprojekt verwirklichen kann: "Es ist gut, daß ich nicht irgendetwas anderes machen muß, wozu ich keine Lust habe." Aber eigentlich habe jeder Schüler das Richtige gefunden, sagt Almke (13). "Ich wollte unbedingt etwas Sportliches machen."

Insgesamt 56 Projekte hatte ein von Schülern und Eltern paritätisch besetzter Ausschuß vorgeschlagen. Die Schüler konnten selbst entscheiden, welche sie wählen. So kamen insgesamt 45 Gruppen zusammen, die sich mit den verschiedensten Themenbereichen beschäftigten. Die Palette reicht von japanischer Mythologie über den Aufbau eines Computers bis zu physikalischen Experimenten. Ein Vater bot einen Architekturkursus "Wir entwerfen euer Traumhaus" an. "Reine Spaßprojekte wurden nicht akzeptiert", sagt der stellvertretende Schulleiter Wolf Leichsenring (59), "es soll zumindest ein Produkt, eine Präsentation oder Ausstellung dabei herauskommen."

Die Ergebnisse der Projektwoche werden heute vorgestellt. Von 17 Uhr an treten auch die Cheerleader für zehn Minuten auf.