[Ahrensburger Zeitung, erschienen am 3. März 2006]
BARGTEHEIDE – jpm – Fast geräuschlos senkt sich auf Knopfdruck ein Terminal von der Decke zum Arbeitstisch herunter. In dem ovalen Gehäuse verbergen sich Gas-, Internet- und Stromanschluß. Ein Experiment kann beginnen in einem der beiden neuen Physikräume des Bargteheider Eckhorst-Gymnasiums.

2,2 Millionen Euro hat die Erweiterung des Gymnasiums, eines der größten Schulbauprojekte der vergangenen Jahre, gekostet. Außer den komfortablen Physiksälen, die sich an der Ostseite an das alte Schulgebäude anschließen, sind an der Nordseite noch acht weitere Zimmer für Unterricht in kleineren Gruppen sowie Fachräume für Biologie und den Unterricht am Computer entstanden. Insgesamt ist die Schule um 755 Quadratmeter Nutzfläche gewachsen. Vorbei sind damit die Zeiten der Raumnot, in denen ganze Klassen von einem Zimmer zum nächsten wandern mußten.

Steigende Schülerzahlen haben die Erweiterung des ursprünglich zweizügig geplanten Gymnasiums notwendig gemacht. "In diesem Schuljahr haben wir bereits 605 Schüler", sagt Direktor Werner Biernoth (62), "nach den Sommerferien werden es wahrscheinlich etwa 50 mehr sein." Sie kommen aus der rasch wachsenden Stadt, aber auch aus dem Umland. Bis zur zehnten Klasse ist das Kreisgymnasium bereits dreizügig. "Inzwischen wechseln 47,7 Prozent der Grundschüler in Bargteheide nach der vierten Klasse auf die Gymnasien", sagt Biernoth.

Der Direktor ist begeistert von der Ausstattung seiner Schule. Zum Beispiel von den Physikräumen. "Früher liefen die Versorgungsstränge durch den Fußboden", erklärt er. Daß sie nun von der Decke kämen, habe Vorteile: Die Tische müßten nicht mehr am Fußboden verankert werden, die Schüler könnten flexibler experimentieren.

Zwischen den beiden Physikräumen hat die Sammlung der Schule einen neuen Platz gefunden. Im Nordtrakt steht erstmals ein Keller zur Verfügung. Dort hat der Hausmeister einen Arbeitsraum bezogen, die Theatergruppen können ihre Requisiten einlagern, und die Oberstufenschüler haben ein Zimmer bekommen, in das sie sich in den Pausen zurückziehen können.

Heute um 14 Uhr beginnt die offizielle Einweihung. Zur Feier wird auch Finanzminister Rainer Wiegard (57, CDU) in seiner Heimatstadt erwartet.