[ Stormarner Tageblatt - 14.1.05 ]

Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8a am Gymnasium Eckhorst informierten sich bei Galeria Kaufhof in Hamburg.
Foto: st

Hamburg - Bargteheide (Klasse 8a, Gymnasium Eckhorst Bargteheide / Kristina Bielfeldt, Lena Knoll, Elena Czarnecki / Leitung Sandra Schulz) – Ein unvergesslicher Besuch im Kaufhaus

Die Schüler der Klasse 8a am Gymnasium Eckhorst in Bargteheide haben einmal ein Großkaufhaus unter die Lupe genommen.

Ein Besuch in Hamburg bei Galeria Kaufhof in der Mönckebergstraße.

Der Geschäftsführer von Galeria Kaufhof in Hamburg, Horst Helmut Ahrens, seine Assistentin Ann-Christina Eylmann und die Betriebsratsvorsitzende Brigitte Reinhold, stellten sich den Fragen der Zisch-Redaktion.

8a: Wie viele Mitarbeiter beschäftigen sie zurzeit?

Horst Helmut Ahrens: Wir beschäftigen insgesamt 225 Mitarbeiter. Darunter 21 Azubis, zwei Geschäftsführer, zehn Abteilungsleiter, elf Substituten und 26 Erstverkäufer.

8a: Welches Sortiment führen sie?

Ann-Christina Eylmann: Unser Sortiment lässt sich in drei Bereiche aufteilen: 58 Prozent der Ware sind Textilien, 30 Prozent sind Hartwaren (feste Dinge wie zum Beispiel eine Niveadose) und zwölf Prozent sind Lebensmittel.

Wofür stehen ihre Produkte und ihr Name?

Eylmann: Unser Haus bietet überwiegend Produkte, welche die gehobene Mittelklasse ansprechen. Wir wollen gute Qualität zum richtigen Preis verkaufen. Unser Verkaufspersonal bietet kundenorientierten Service, ist freundlich und aufmerksam.

Woher bekommen sie ihre Waren?

Eylmann: 60 Prozent der Ware kommt aus Deutschland. Der andere Teil ist vorwiegend aus Europa (Portugal, Spanien, Türkei) oder Übersee (Fernost).

Wie wird die Ware in ihrem Kaufhaus gesichert?

Brigitte Reinhold: Dafür gibt es ein extra für uns entwickeltes Warenwirtschaftssystem (WWS). Dieses System stellt eine Artikel genaue Verfolgung eines jeden Produktes sicher. Das funktioniert, indem jeder Artikel eine Nummer hat, die EAN (European Article Number). Diese EAN ist im Computersystem des Kaufhofs gespeichert und enthält Auskunft über jeden bestimmten Artikel, zum Beispiel Grunddaten (Farbe, Form, Material), Filial-Daten (Verkaufspreis, Mindest-Stückzahl) und Bewegungsdaten (Bestand, Abverkauf, Umsatz). All diese Informationen sind durch die EAN hinterlegt und können durch das System jederzeit im Computer abgerufen werden. So wird jeder verkaufte Artikel an der Kasse im WWS registriert. Dadurch kann das vorhandene Sortiment mit dem verkauften verglichen werden. Außerdem haben wir Kameras und Detektive.

Wie kommt die Ware vom Ort der Herstellung bis zu ihnen in die Filiale?

Eylmann: Der bestellte Artikel wird zuerst in ein ZAL (Zentrales Abruflager) gebracht. Von diesen ZAL's gibt es in Deutschland fünf Stück, und jedes ist für bestimmte Warengruppen (zum Beispiel Spielzeug) zuständig. Im ZAL wird der Warenauftrag kontrolliert, zwischengelagert und pro Filiale kommissioniert. Von da aus wird die Ware in RSP's (Regionale Service Points) geliefert. Diese RSP's übernehmen eine Verteilerfunktion und verfrachten die verschiedenen Waren auf Filial-Lastkraftwagen. Jeder RSP ist für einen bestimmten Filialkreis zuständig. In unserem Falle ist dies der RSP Hannover. Insgesamt gibt es zehn RSP für 138 Filialen.

Die Ware geht also diesen Weg: vom Lieferanten -> ZAL -> RSP -> Filiale.