[Stormarner Tageblatt, 30.4.2004]

Eckhorst-Gymnasiast Heinz Kohls überzeugte als Solist beim Kirchenkonzert.
Foto: Albrod.

Bargteheide (Bettina Albrod) – Kirchsaal statt Aula: Für ihr großes Konzert wählten die Schüler des Gymnasiums Eckhorst diesmal einen öffentlichen Rahmen. Das Orchester und der Chor begeisterten die Zuhörer in der evangelischen Kirche mit geistlicher Musik aus Barock, Klassik und Romantik. "Wir möchten auf lange Sicht unsere Veranstaltungen nicht nur schulintern anbieten, um das breite Spektrum unserer Aktivitäten bekannter zu machen", sagte Musiklehrer Klemens Risse. Es gibt ein beeindruckendes Potenzial, auf das Risse zurückgreifen kann. "Wir haben an unserer Schule fünf Arbeitsgemeinschaften. Das Spektrum reicht vom Chor und zwei Orchestern über eine Band bis zu einem Musical-Kurs", so der Pädagoge.

Die Kirche erwies sich als passendes Ambiente für einen großen Auftritt. "Dort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, die den geistlichen Musikstücken erst den richtigen Rahmen gibt", sagte Geiger Heinz Kohls, der als Solist eine Händel-Sonate spielte. Ein wenig aufgeregt war er schon, "aber das ist man wohl vor jedem Auftritt." Bei der Aufführung merkte man davon aber nichts. Mit Bravour bewies das Orchester, dass es ein gut eingespieltes Team ist, und als die jungen Männer in schwarzem Anzug und weißem Hemd musizierten, verließen sie das Niemandsland zwischen Kind und Erwachsen sein und waren einfach nur überzeugende Musiker. Zudem wies der Auftritt ein paar Finessen auf. Durch den Wechsel von Chor und Orchester, vor allem aber durch eingeschobene Redebeiträge wurde das Programm anschaulich angereichert. Zu den Höhepunkten des Abends zählte die Vertonung des Psalms 121 von Heinrich Schütz, mit dem der gemischte Chor unter der Leitung von Wolfram Wende glänzte.

Krönender Abschluss waren die Ausschnitte aus Georges Bizets "L'Arlésienne-Suite", in dem auch ungewöhnliche Orchesterinstrumente wie Tamburin und Schlagzeug zum Einsatz kamen. Am Ende des Konzerts gab es tosenden Applaus, der Schüler und Lehrer in ihrem Schritt bestärkte, mit ihrer Musik an die Öffentlichkeit zu gehen.