→ Wettbewerb der Denker [Stormarner Tageblatt]
→ Rechnen und Algebra sind ihre Leidenschaft [Stormarner Tageblatt]
→ Mathe ist ihr Lieblingsfach [Ahrensburger Zeitung]
→ Rechnen Sie mit! Aufgaben aus der Matheolympiade [Ahrensburger Zeitung]
→ Teilnehmerberichte zur Mathe-Olympiade [Johannes Weiland, 6b (März 2004) und Philip Trettner, 9b (September 2004)]

[ Erschienen: Stormarner Tageblatt, 14.04.2004 ]

Zeigten strahlend ihre Urkunden: Die Gewinner der Mathe-Olympiade vom Eckhorst-Gymnasium
Foto: Huhndorf>

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Bargteheide (Barbara Schult) – "Mathematik: Das ist für viele Jugendliche der größte Horror, den Schule zu bieten hat. Doch der Umgang mit Zahlen und Formeln kann auch Spaß machen. Den Kindern das zu vermitteln, ist eine Kunst. Am Bargteheider Gymnasium Eckhorst ist sie offenbar erfolgreich umgesetzt worden. Eine große Gruppe machte sich auf, um an der landesweiten Mathe-Olympiade teilzunehmen. Und auch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Immerhin wird sogar ein Eckhorst-Schüler Schleswig-Holstein beim Bundesentscheid in Essen vertreten. Noch beschränkt sich die Begeisterung fürs Rechnen offenbar auf die Unter- und Mittelstufe. Doch wenn die bei der Stange gehalten werden, kann sicher bald der Wunsch der Lehrer in Erfüllung gehen, auch Oberstufenschüler zum Wettbewerb zu entsenden. Allerdings dürfen die Lehrer nicht müde werden, sie immer wieder zu ermutigen.
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Rechnen und Algebra sind ihre Leidenschaft

[ Erschienen: Stormarner Tageblatt, 14.04.2004 ]

Bargteheide (Stefan Huhndorf) – "Rechnen macht mir einfach Spaß", sagte Johannes Weiland aus der 6b des Eckhorst-Gymnasiums bescheiden. Dabei kann sich seine Leistung sehen lassen: Beim Landesentscheid der Mathe-Olympiade in Kiel belegte er den zweiten Platz in seiner Altersgruppe. Ebenso gut schnitt Achtklässler Philip Trettner ab, der Schleswig-Holstein beim Bundesentscheid in Essen vertreten wird. Johannes Weiland ist für diesen Wettkampf noch zu jung. "Der Bundesentscheid ist erst ab der achten Klasse vorgesehen", sagte Mathe-Lehrer Reinhard Heer, der die Olympiade bereits zum dritten Mal organisierte.

Insgesamt hatten sich 27 Schüler der fünften bis neunten Klassen an dem Wettbewerb beteiligt. Sieben schafften es bis zum Landeswettkampf in Kiel. Neben den beiden Zweitplatzierten waren Marielena Döding, David Ulbricht, Malte Finnern, Axel von Eitzen und Sarah Morell mit dabei. "Das ist eine gute Beteiligung. Wir hoffen, dass wir bei der vierten Auflage noch mehr Schüler für Mathematik begeistern können. Schließlich ist das Rechnen eine elementare Kulturtechnik, die man auch für viele Berufe benötigt", sagte Schulleiter Werner Biernoth. Vor allem möchte er gemeinsam mit Reinhard Heer auch mehr Oberstufenschüler für Mathe begeistern.

Mathe ist ihr Lieblingsfach

[ erschienen Ahrensburger Zeitung, 15. April 2004 ]

Die Mathe-Experten vom Kreisgymnasium Eckhorst in Bargteheide zeigen ihre Urkunden (vorn v. 1.): Jasmin (11), Hannah (11), Marielena (10), Marco (10) sowie (hinten, v. 1.) Cristine (13), Jenny (12), Sabrina (12), Johannes (12), Axel (15), Jan (14), Malte (15), Frederic (11), Marco (14), Kilian (12), Martin (14), Philip (11) und Yannick (11) mit Schulleiter Werner Biernoth (60) und ihrem Arbeitsgruppenleiter Reinhard Heer (59, r.). Foto: Meier

Bargteheide: Die Schüler des Eckhorst-Gymnasiums landen bei der Rechen-Olympiade weit vorne.

Von Jens Peter Meier

Bargteheide – Sie tüfteln in einer Arbeitsgemeinschaft über mathematischen Aufgaben. Sogar in ihren Weihnachtsferien haben Schüler des Bargteheider Eckhorst-Gymnasiums an Lösungen geknobelt. "Mathe macht mir super viel Spaß", sagt die zwölfjährige Jenny, "vor allem, wenn eine Aufgabe mal aus dem normalen Unterrichtsschema herausfällt."

Jetzt wurden die Leistungen der Schüler aus der Arbeitsgruppe "Ma-Thema" besonders anerkannt. Sieben von ihnen qualifizierten sich in zwei schulinternen Runden für die Mathematik-Olympiade in Kiel. Und beim Landeswettbewerb belegten sie dann auch gute Plätze.

Johannes Weiland (12) aus der Klasse 6 b landete auf dem zweiten Rang. Auch Philip Trettner (15) schnitt als Zweitbester in seiner Altersgruppe ab. Der Schüler aus der Klasse 8 b wird voraussichtlich mit der schleswig-holsteinischen Landesmannschaft zur Bundesausscheidung im Mai nach Essen fahren. Diese Stufe des Wettbewerbs wird nur für den achten bis 13. Jahrgang ausgeschrieben. Anerkennungsurkunden bekamen David Ulbricht und Axel von Eitzen in Kiel.

Seit drei Jahren beteiligt sich das Gymnasium an der Mathe-OIympiade. Schon im vergangenen Jahr erreichten die Bargteheider Schüler gute Ergebnisse. Nach Kiel fuhren jetzt sieben der 27 Mitglieder aus der Arbeitsgemeinschaft. Sie hatten sich mit den Weihnachtsaufgaben und einer Klausur dafür qualifiziert. "Dieses Ergebnis ist sehr erfreulich, vor allem wenn man bedenkt, dass in Kiel in jedem Jahrgang 50 bis 100 Schüler angetreten sind", sagt Reinhard Heer (59), der Leiter der Arbeitsgemeinschaft.

Schulleiter Werner Biernoth (60) möchte noch mehr Schüler für die Mathematik begeistern: "Wir möchten sie bestärken und ermutigen, sich mit dieser elementaren Kulturtechnik zu beschäftigen." Als Anerkennung stiftete das Gymnasium deshalb Urkunden für alle Schüler der AG. Für sieben der Jahrgangsbesten gab es außerdem Buchgutscheine im Wert von 7 und 10 Euro.
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Rechnen Sie mit!

[ erschienen Ahrensburger Zeitung, 15. April 2004 ]

Hier sind zwei Aufgaben, die die Achtklässler bei der Mathe-Olympiade in Kiel lösen mussten.

Erste Aufgabe: In einem alten Rechenbuch findet sich die folgende Fragestellung: Ein Vater hinterlässt seinen vier Söhnen eine Erbschaft. Sie wird wie folgt aufgeteilt: Der erste Sohn nimmt 3000 Taler weniger als die Hälfte der Erbschaft. Der zweite Sohn nimmt 1000 Taler weniger als ein Drittel der Erbschaft. Der dritte Sohn nimmt ein Viertel der ganzen Erbschaft, der vierte nimmt 600 Taler und ein Fünftel der Erbschaft. Wie groß war die Erbschaft, wie viel Taler hat jeder Sohn bekommen?

Zweite Aufgabe: In neun gleich aussehenden Töpfen befinden sich Karten, auf jeder davon steht eine einstellige Zahl. Topf Nummer eins enthält genau eine Karte mit der Zahl eins. In Topf Nummer zwei sind zwei Karten mit den Zahlen eins und zwei. Das dritte Gefäß birgt die Karten mit den Zahlen eins, zwei und drei. So wächst der Inhalt der Töpfe weiter bis zum Topf Nummer neun, der neun Karten mit allen Zahlen von eins bis neun enthält. Wähle einen der Töpfe aus und entnehme eine Karte. Welches Ergebnis ist wahrscheinlicher: a) Du erhältst eine Karte mit der Zahl eins. b) Du ziehst eine Karte mit einer der Nummern fünf, sechs, sieben, acht oder neun.

Lösung eins: Die gesamte Erbschaft beträgt 12 000 Taler, jeder Sohn erhält 3000 Taler.

Lösung zwei: Der Fall a) ist erheblich wahrscheinlicher. Fast jede dritte Karte wird eine eins zeigen. Ganz genau berechnet lautet das Ergebnis 0,31433. Für den Fall b) gilt eine geringere Wahrscheinlichkeit, sie liegt exakt bei 0,2242. (jpm)


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→ Teilnehmerberichte zur Mathe-Olympiade [Johannes Weiland, 6b (März 2004) und Philip Trettner, 9b (September 2004)]