[ Erschienen: Stormarner Tageblatt, 12.06.2004 ]

Gute Laune, auch wenn es nicht zu einer vorderen Platzierung reichte: Janine und Julia Stoll, Annika Marcus (von links) vom Eckhorst-Gymnasium aus Bargteheide.
Foto: Hoyer

Jersbek (Robert Hoyer) – Ein Bunker am elften Loch auf der Anlage des GC Jersbek trieb Annika Marcus vom Bargteheider Gymnasium Eckhorst beim Regionalentscheid Nord der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schüler-Golf schier zur Verzweiflung. "Ich habe den Ball einfach nicht heraus bekommen", ärgerte sich die 13-Jährige aus Ammersbek. Ihr Frust war so groß, dass sie nach Abschluss der Runde noch nicht einmal mehr wusste, wie viele Schläge sie dort genau gebraucht hatte. "Viele, sehr viele", lautete ihr knapper Kommentar. Der Kampf mit dem Hindernis verhinderte letztendlich auch ein besseres Ergebnis als ihre 36 Punkte, mit denen sie also genau ihr Handicap von 23,7 spielte. Mit ihren Schul- und Teamkolleginnen, den beiden Schwestern Janine (14) und Julia Stoll (12) aus Elmenhorst, landete sie am Ende zusammen mit dem zweiten Team vom Gymnasium Eckhorst (Kristina Keuchel, Sarah Calcott, Benjamin Calcott) bei insgesamt 22 teilnehmenden Teams auf dem geteilten elften Rang der Netto-Wertung. "Das ist super, wir sind ja auch ohne konkrete Erwartungen in das Turnier gegangen", erklärten die drei nach dem abschließendem gemeinsamen Essen. Nur die 14-jährige Janine machte einen etwas geknickten Eindruck. "Bei mir lief es nicht so gut", gab sie enttäuscht zu Protokoll. Mit neun Schlägen (27 Punkte) war sie klar hinter ihrem Handicap von 29,8 zurückgeblieben. "Ich spiele zurzeit ohne die Hölzer, dadurch fehlen mir die langen Schläge", hatte sie die Erklärung schnell parat. "Ich muss die Hölzer schnell wieder in den Griff kriegen", wandelte sie den Rückschlag aber gleich wieder in gute Vorsätze um. Ihre Schwester hatte 38 Punkte (Hcp: 26,1) erreicht. Damit konnten die drei ihren Heimvorteil auf der Anlage ihres eigenen Clubs nicht so richtig nutzen. Das Bundesfinale Anfang Oktober beim GC Steigerwald findet ohne sie statt. Ebenso für das Trio Caroline Schrepp, Frederik Keller und Matthias Kilger vom Ahrensburger Gymnasium Heimgarten. Das verpasste als Zweite der Gesamtwertung das Finale allerdings nur um einen Punkt. Und bedauerte natürlich, dass von den Platzierten in der Nettowertung nur ein Team nach Thüringen fährt. Alexander Keller und die Geschwister Franziska und Alexander Knies werden Stormarns Farben beim Bundesfinale vertreten. Denn die drei Schüler des Heimgarten-Gymnasiums wurden drittbestes Schleswig-Holsteinisches Team der Brutto-Wertung. Und aus der kamen die ersten drei Mannschaften weiter. Marc Fielmann, Alexander Koch und Benedikt Koch (Stormarnschule) kamen unter den 17 Teams dagegen nur auf den 15. Rang und müssen ebenfalls die Segel streichen.