[Stormarner Tageblatt, 17.2.2003]

Bargteheide (Bettina Albrod) – Welche Schule soll es sein? Um den künftigen Fünftklässlern und ihren Eltern die Entscheidung zu erleichtern, stellten sich Bargteheides weiterführende Bildungseinrichtungen bei einem Tag der offenen Tür dar.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zu Informationen aus erster Hand. Im Gymnasium Eckhorst begrüßte Schulleiter Werner Biernoth die Kinder und ihre Eltern. "Wir haben drei Schwerpunkte gesetzt", erklärte er. Der eine liegt auf den Naturwissenschaften, der zweite auf einer Computer-AG und der dritte auf Fördermaßnahmen in den Hauptfächern sowie der Legastheniehilfe. Viel Auswahl gibt es beim Sprachunterricht. Neben Latein und Französisch können auch Spanisch oder Russisch gelernt werden. Für die Oberstufe bietet das Gymnasium eine Berufsbörse an.

Im Kreisgymnasium Bargteheide empfingen neben Schulleiter Dr. Hans Ilmberger die jetzigen Fünftklässler die "Neuen" mit einer selbst geschriebenen Schulzeitung, in der Besonderheiten dargestellt sind. Dazu gehört der bilinguale Erdkundeunterricht. "Begabte Kinder können ab der 7. Klasse das Fach Erdkunde auf Englisch belegen", erläuterte Ilmberger. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der Naturwissenschaften. Im Projekt "Forschung und Schule" dürfen die Oberstufenschüler ein Labor im Forschungsinstitut Borstel nutzen. In Physik werden Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet, "um Hemmungen abzubauen." "Einen dritten Schwerpunkt haben wir in der musischen Erziehung", so Ilmberger. Es gibt eine Bläserklasse, die von Fachkräften des Bargteheider Musikforums unterrichtet wird.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule führte die Besucher mit einer Schülerrallye zu allen wichtigen Einrichtungen. "Wir betonen besonders den technischen und den musischen Bereich", erklärte Orientierungsstufenleiter Jörgen Bruhn. Neben Arbeitsgruppen für Foto, Umwelt, Spanisch, Sport und Theater gibt es in den 9. und 10. Klassen Wahlpflichtkurse zu Themen wie Aktien, Geschichte oder Architektur. "Außerdem ist eine informationstechnische Grundbildung für jeden Schüler Pflicht", so Bruhn.

Die Cheerleader-AG gehört zu den außergewöhnlichen Angeboten der Emil-Nolde- Schule. "Wir sind eine kleine Schule, in der das Nebeneinander von Grund- und Hauptschülern sehr gut funktioniert", erläutert Orientierungsstufenleiterin Uta Schwarz-Aeschbacher. "Wir haben Theater mit einer jährlichen Musical-Aufführung, eine Plattdeutsch-AG und tradierte Veranstaltungen wie den Xmas-Cup, ein Brennballspiel für alle Klassen." Ein zweiter Schwerpunkt liege auf der Ausbildung am PC. Eine Besonderheit im Unterrichtsangebot der Grund- und Hauptschule Bargteheide-Land sind das regelmäßige psychomotorische Turnen für alle Klassen, eine Plattdeutsch- und eine Theater-AG "Außerdem bieten wir für die Hauptschulabgänger ein 10. Schuljahr an, in dem sie ihren Abschluss verbessern können", erläutert Vita Hauck. Unterrichtsübergreifendes Lernen steht im Mittelpunkt, wenn beispielsweise die Maße der Traumwohnung ausgerechnet und gezeichnet werden, das Ganze als Modell gebaut wird, ehe der Lehrer die Kinder ins Möbelhaus schickt oder zur Bank, um einen Kredit aufzunehmen.

Sämtliche Schultypen vereint die Anne-Frank-Gesamtschule. "Bei uns brauchen sich die Jugendlichen erst spät für ihren endgültigen Schulabschluss zu entscheiden", erläutert Jürgen Nowottny, Stufenleiter der 5. bis 7. Klassen. "Frühestens in der 9. Klasse." Das, so der Lehrer, helfe insbesondere Spätentwicklern. Der Schwerpunkt liegt auf der Berufsfindung, was durch Technik und Wirtschaftslehre zusätzlich zu den Fremdsprachen gefördert wird. "Wir fangen schon in der 7. Klasse mit Berufspraktika an, die die Kinder dann durch die Schulzeit begleiten.