[Stormarner Tageblatt, 30.1.2002]

Siegerehrung für die besten Mathe-Olympioniken: Wolf Leichsenring (stellvertretender Schulleiter), David Ulbricht, Philip Trettner, Martin Rudigier und Mathelehrer Reinhard Heer (v.l.).
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Bargteheide (bs) – "Den normalen Mathematik-Unterricht mag ich nicht", sagt Johanna. Dennoch hat sich die Zehntklässlerin an der Mathe-Olympiade beteiligt. "Dabei kann man mehr selbst überlegen. Das macht Spaß." So wie Johanna ist es etlichen Schülern des Gymnasiums Eckhorst gegangen. Und manche hat zwischendurch der Ehrgeiz gepackt. "Die letzte Aufgabe war knifflig. Doch da habe ich mir gesagt, das ist schade, wenn ich die nicht schaffe", berichtet Sechstklässlerin Anna Lena. Vor allem Unter- und Mittelstufenschüler haben sich an den Aufgaben versucht, die als Anregung zum logischen Denken vom Kultusministerium in Kiel verschickt werden: als Weihnachtsaufgabe für die Ferien, Anregung für eine Arbeitsgemeinschaft und für die eigentliche Mathematik-Olympiade. Für die Olympioniken steht im Februar bereits die dritte von vier Runden an, die in Kiel ausgetragen wird. Drei Sechstklässler des Gymnasiums Eckhorst haben so gute Leistungen gezeigt, dass die dafür ausgewählt wurden. David Ulbricht, Philip Trettner und Martin Rudigier haben sich qualifiziert. "Sie sind so gut, dass es Sinn hat, sich im landesweiten Wettbewerb zu versuchen," ist Mathelehrer Reinhard Heer überzeugt. Alle haben sich bereits dazu entschlossen, in Kiel anzutreten. "Ich mache das nur aus Spaß. Mathe hat mich schon immer interessiert", erklärte Philip. Auch die Anderen bestätigen, dass sie Spaß am Knobeln haben. Seinen Lieblingstrick für schwierige Aufgaben wird Martin dort allerdings nicht anwenden können. Er setzt sich zum Nachdenken gern vor sein Aquarium. Philip macht es anders, wenn ihm eine Lösung nicht gleich einfällt. "Ich schreibe zwischendurch Tabellen", berichtet er.