[Stormarner Tageblatt, 27.2.2002]

Statteten dem Bargteheider Eckhorst-Gymnasium einen Besuch ab: Eine Delegation der Handballerinnen aus dem schwedischen Borlänge.
Foto: bs

Bargteheide (bs) – 26 sportliche Mädchen aus Schweden sind zurzeit in Bargteheide zu Gast. Die Handballmannschaft der Jahrgänge 1985 und '86 aus Borlänge in Mittelschweden ist auf Einladung der Handballsparte des TSV Bargteheide angereist. Bereits seit 22 Jahren werden regelmäßige Begegnungen von Jugendmannschaften gepflegt. Viel Sport, Besichtigungen und der Besuch in Bargteheider Schulen stehen diesmal auf dem Programm. Allzuviel hätten sie vom Unterricht nicht mitbekommen, erklärten die Schwedinnen, die im Gymnasium Eckhorst begrüßt wurden. Allerdings stand die Englischstunde noch aus. Ihr Angebot jedoch, ihre Stadt und deren Umgebung mit einem Vortrag vorzustellen, wurde begeistert aufgenommen. Borlänge liegt im Inland, rund 230 Kilometer von Stockholm entfernt, erklärten sie. Die Stadt hat 47000 Einwohner. Größte Industriezweige sind die Papierherstellung und ein Eisenwerk.

Das Gymnasium war zum ersten Mal für den Schulvormittag ausgewählt worden. Die ehemalige Eckhorst-Schülerin Stefanie Stennbuck, die Ehefrau des Handball-Spartenleiters Matthias Stennbuck, hatte die Idee. Sie wurde von Mittelstufenleiterin Hildegard Steil-Ströhmann begeistert aufgegriffen. "Wir hoffen, dass die Kontakte ausgebaut werden. Es wäre schön, auch in Skandinavien Ansprechpartner zu haben", erklärte sie. Bislang gibt es Austauschprogramme mit Schulen in Frankreich, Tschechien, Italien, Estland und erste Kontakte mit Zmigrod in Polen. Mit den Schweden wurden zunächst e-Mail- Adressen ausgetauscht. Den größten Teil des Programms gestalten die TSV-Handballer für ihre Gäste. Dabei stand jedoch keineswegs ihr eigener Sport im Mittelpunkt: Die Mädchen waren zum Schießen in Tremsbüttel, zum Inline-Skaten in Hamburg, wollen Kegeln und im Dorfmuseum Kiekeberg erfahren, wie typisch deutsch gegessen wird. Ein Höhepunkt wird die Fahrt in die Landeshauptstadt Kiel zu einem Spiel des Handball-Bundesligisten THW, erklärte Betreuer Peter Howe. "Wir wollen dort vor allem unsere schwedischen Nationalspieler sehen."