[Stormarner Tageblatt, 12.2.2002]

 

AHRENSBURG/KIEL (Birgit Maurer) – Neun Stormarner Gymnasiasten schnupperten am Wochenende das erste Mal Hochschul-Luft. Martin Rudigier, David Ulbricht, Philip Trettner (Eckhorst Gymnasium Bargteheide), Lennart Stern, Sonia Meyer-Steuder (Stormarnschule Ahrensburg), Marie-Theres Bahn, Maurice Maurer, Tobias Korf und Sebastian Faerber (Gymnasium Trittau) waren die Stormarner Teilnehmer bei der Mathematik Olympiade, kurz MO, an der Christian-Albrecht Universität in Kiel. Sie hatten sich über die Vorrunden an ihren Schulen für die Endrunde qualifiziert.

Insgesamt saßen 122 Mädchen und Jungen aus ganz Schleswig-Holstein im Hörsaal des Mathematischen Seminars. Herrschte zu Beginn noch aufgeregtes Stimmengewirr, trat große Ruhe ein, nachdem Dr. Hinrich Lorenzen die Aufgabenzettel verteilt hatte. "Es war stiller als bei einer Klassenarbeit", stellte Tobias Korf erstaunt fest.

Drei Aufgaben mussten in drei Stunden gelöst werden. Eine davon für die Klassenstufe sechs: Im Obstladen werden Orangen zu einer Pyramide aufgeschichtet. Jede Schicht (bis auf die Spitze) hat die Form eines Dreiecks mit drei gleichlangen Seiten. Die Orangen liegen über den Lücken der nächst tieferen Schicht. Frage a: Wie viele Orangen enthält eine siebenschichtige Pyramide? und b: Wie viele Schichten kann man mit 300 Orangen höchstens aufbauen? Wie viele Orangen bleiben übrig? Die Lösungen lauten a: 84, b: elf Schichten, Rest 14. Wesentlich "schwieriger" war die Primfaktorzerlegung - nicht nur für Martin Rudigier aus Bargteheide. Er belegte den hervorragenden zweiten Platz bei den Sechstklässlern. Noch einen Tick besser war Lennart Stern. Der Ahrensburger wurde Landessieger der siebten Klassen.

Die Mathe-Olympiade ist keine offizielle Veranstaltung. Sie wird von Professoren verschiedener Universitäten organisiert. Für den Landeswettbewerb zeichneten Dr. Hinrich Lorenzen, Studienleiter am "Institut für Praxis und Theorie in der Schule" (IPTS) Kiel und Martin Zacharias, Studienleiter am IPTS in Neumünster, verantwortlich. Die Schulen entscheiden selbst, ob sie sich beteiligen wollen oder nicht. Dass allen Teilnehmern die Mathematik Spaß macht, versteht sich von selbst. Allerdings haben die meisten ein anderes Lieblingsfach. So mögen Sebastian (11) und Marie-Theres (11) viel lieber Sport, Tobias (12) fasziniert Französisch mehr, und Maurice mag Musik so gern wie Mathe.