bargteheide

1000 Mark für eine rauschende Abifeier: Bargteheides Bürgermeister Werner Mitsch (2. v. l. mit der Projektstudie) und Mitarbeiter Thomas Degenhardt übergaben einen Scheck an Claus Peter Knoll und Christoph
Mewes (r.) vom Befragungsteam des Eckhorst-Gymnasiums. Foto: MEIER

[ Ahrensburger Zeitung vom  30.01.2001]

jpm - Ein insgesamt gutes Zeugnis wurde der Bargteheider Verwaltung von den Bürgern ausgestellt. Zwei Wochen lang hatten Schüler des Eckhorst-Gymnasiums die Besucher des Rathauses befragt. Jetzt legten sie ihre Ergebnisse vor. "Eine absolut professionelle Untersuchung", lobte Bürgermeister Werner Mitsch die Arbeit des 13. Jahrgangs. "Auch das Ergebnis hat mich gefreut, besonders wenn man es mit anderen Erhebungen vergleicht."

Im Oktober hatten sich die Schüler an die Arbeit gemacht. Sie sprachen die Besucher des Rathauses an und teilten 319 Fragebögen aus, von denen 292 zurückkamen und ausgewertet werden konnten. Die Ergebnisse sollen besonders für die Organisationsentwicklung im geplanten Bürgerbüro berücksichtigt werden.

71 Prozent der Befragten fühlten sich im Rathaus wohl. Die Wartezeiten fanden 93 Prozent angemessen, sie kamen bei ihrem Besuch sofort oder binnen weniger als fünf Minuten ans Ziel. Die Öffnungszeiten des Verwaltungsgebäudes fanden 57 Prozent zufriedenstellend. Von den Unzufriedenen traten 65 Prozent dafür ein, das Rathaus an mehreren Nachmittagen für das Publikum zu öffnen. 13 Prozent wünschen sich am Donnerstag, an dem Besucher zurzeit bis 18 Uhr kommen können, eine noch längere Öffnungszeit.

Mit der Kompetenz und dem Engagement der Sachbearbeiter waren 95 Prozent zufrieden, nur fünf Prozent erteilten ihnen eine schlechte Note. 85 Prozent der Befragten fanden sich im Rathaus gut zurecht, allerdings sprachen sich 59 Prozent dafür aus, einen Raumplan auszuhängen.

Am unzufriedensten waren die Jüngeren. In der Altersgruppe unter 25 Jahren wurden der Verwaltung die mit Abstand schlechtesten Noten erteilt. Freundlich bedient fühlten sich hier nur 56 Prozent, bei höheren Altersgruppen lag dieser Wert bei 80 bis 90 Prozent.

Die Projektarbeit der Schüler umfasst über 100 Seiten, die Ergebnisse wurden auch auf eine CD-ROM gebrannt. "Dafür würde ich die Note Eins geben", urteilt der Bürgermeister über die Arbeit der Schüler. "Eine Fachfirma hätte es nicht besser machen können." Der Einsatz der Schüler wurde mit einem Scheck über 1000 Mark belohnt. Den Betrag wollen sie für ihre Abiturfeier verwenden.

Befragungen der Rathausbesucher soll es in Zukunft regelmäßig geben. "Alle zwei bis drei Jahre ist dieser Aufwand gerechtfertigt", so Mitsch, der sich sehr zufrieden zeigte.