Das Schulprojekt des Bargteheider Gymnasiums bekam eine „Finanzspritze“

[ Bargteheider Markt vom 13.3.2018 ]

Radio Eckhorst ist das Schulradio am Gymnasium Eckhorst in Bargteheide. Produziert von Schülerinnen und Schülern – für Schülerinnen und Schüler. Kürzlich wurde nun ein neuer Internetauftritt des Radio Eckhorst Bargteheide (REB) und des REBtv (Schul-TVSender) vorgestellt, der den Schülern mehr Möglichkeiten bietet. Ein lang ersehnter Wunsch ging damit für die Jugendlichen in Erfüllung.

Das gesamte Team von REB und REBtv umfasst insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis 13. Foto: gue

Bargteheide (gue). „On Air“ ging das Radio Eckhorst Bargteheide (REB) im Jahr 2009. Ob wöchentliche Pausen-Shows mit „Schulhofthemen“, Moderationen von verschiedenen Veranstaltungen oder lokale sowie regionale Themen – die Jugendlichen  berichten aus ihrer Perspektive. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Michael Schwarz, Koordinator für schulfachliche Aufgaben, der damals neu als Lehrer an die Schule kam und vorher als Radiomoderator arbeitete. Fünf Jahre später kam mit der Eröffnung des Medienzentrums am Eckhorst REBtv dazu. Der eigenständige Schul-TV-Sender produziert Magazinsendungen und -beiträge – von Unterrichtsmaterial, bis hin zu Beiträgen für das Land Schleswig-Holstein haben die Schüler schon alles produziert.

Kürzlich wurde von den beteiligten Schülern nun eine neue Internetseite (www.radio-eckhorst.de) für REB und REBtv vorgestellt, worüber sich auch Schwarz freute: „Das ist heute ein bisschen wie Weihnachten. Eine neue Internetseite war schon lange unser Wunsch“, erzählte er. Die Erstellung war möglich durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassen-Stiftung Stormarn und des Schulvereins.

Nötig wurde sie, weil die vorige Seite technisch veraltet und REBtv nicht integriert war. Die neue Seite ist zudem für die Darstellung und Nutzung auf allen Endgeräten optimiert. „Moderner und übersichtlicher“, haben die Schüler den neuen Internetauftritt gestaltet.

Spaß bei der „Arbeit“ darf natürlich nicht fehlen: Tim Kulow (von links), Ron Michow und Lennart Meier „On Air“. Foto: F. Günther

Lennart Meier, Redaktionsleiter der Radio Arbeitsgruppe, betonte ebenfalls die Wichtigkeit der neuen Website, denn „Radio muss gehört und TV gesehen werden“. Dass dies mit der alten Website nur eingeschränkt möglich war, ärgerte alle. Aber nicht nur die produzierten Videos sowie alleaufgenommenen Radiosendungen, die sich auf 46 Seiten aufteilen, sind auf der neuen Website zu finden. Auch die Internetseiten von anderen Schulradios sind verlinkt. „Damit würdigen wir die Zusammenarbeit“, die sich laut Meier in verschiedenen Workshops widerspiegelt, die die Schüler gemeinsam durchlaufen. Dazu treffen sich die Schüler der unterschiedlichen Schulen dann beispielsweise am so genannten „Schulradiotag“. „Aber auch das Equipment wird untereinander verliehen, wenn etwas gebraucht wird.“ „Für alle die sagen, dass Medien doof und faul machen, seid ihr der lebendige Gegenbeweis“, lobte Schwarz die 28 Schülerinnen und Schüler, die bei REB und REBtv mitwirken. Denn auch am Wochenende oder nach der Schule treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften, um zu filmen, Videosequenzen zu bearbeiten und zu schneiden oder Inhalte für Radioshows zusammenzutragen. „Insgesamt gibt es fünf Schulradiosender in Schleswig-Holstein, aber nur einen Schul-TV-Sender“, erzählt er. „Das ist etwas ganz besonderes.“ Und ganz besonders ist auch der Zusammenhalt innerhalb der Bargteheider Arbeitsgemeinschaft. Denn ob Klassenstufe sieben oder 13 – jeder ist herzlich willkommen und wird in die Aufgaben eingebunden. Damit die jüngeren Schüler, die neu dazukommen, alles Lernen, gibt es sogenannte „Paten“. Das bedeutet, dass „erfahrene“ Schüler ihnen zur Seite stehen und alle Abläufe erklären. Die Schüler bringen sich somit alles selbst bei. Meier betont zudem: „Das Schulradio und der TV-Sender sind mehr als nur eine normale Schul-AG – das ist schon ein Hobby“, und stieß damit bei seinen Mitschülern auf Zuspruch. Und auch Feedback der Schüler, die nicht in den Arbeitsgemeinschaften mitwirken, bekommen die Redakteure und Moderatoren regelmäßig. „Die Schüler kommen auf uns zu und wollen Sendungen zu bestimmten Themen, zum Beispiel dem Blumenball“, erzählt Meier. Wenn mittwochs in einer der Pausen eine 30-minütige Sendung in die „Kuhle“ übertragen wird, „kommen andere Schüler auch oft live in die Sendung und äußern Musikwünsche“. Gesendet werden die Shows aus dem „Gläsernen Studio“ im Zentrum der Schule mit Blick auf die „Kuhle“. REBtv sendet aus dem Studio im Medienzentrum der Schule.

Für die Schüler steht also der Spaß an einem nicht alltäglichen Projekt, das es an nur wenigen Schulen gibt, im Vordergrund. Schwarz betont zudem, dass auf diese Weise auch Medienkompetenz und Rhetorik vermittelt werden. Des Öfteren haben die Schüler ihr professionelles Auftreten auch schon in Interviews mit Karin Prien, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, gezeigt.

Spannende Videos und informative Radiosendungen können somit auch in Zukunft erwartet werden – denn an talentiertem Nachwuchs mangelt es nicht.das gesamte Team