Im letzten Jahr wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ der Schulpreis an sieben Forschergruppen des Gymnasiums Eckhorst unter der Leitung von Frau Plickat verliehen.

Die unterschiedlichen Forschungsprojekte behandelten Themen wie AIDS-Prävention, Fledermausforschung, Auswertung von Wildtierkameras, Analysen von Pollen in Wildbienenbauten und damit resultierenden Pflanzempfehlungen, Gewöllanalysen, Bewertung von unterschiedlichen Insektenhotels sowie Testungen verschiedener Sonnencremes mit Hilfe der UV-Perlen auf deren Wirksamkeit.

Die Klasse Q1c stellte die meisten Preisträger und diese durften sich zur Belohnung eine Reise zur Einlösung des Reisegutscheins aussuchen: Die Wahl fiel auf Amsterdam, die die Schüler vom 9. bis zum 11. Januar in der entspannten Begleitung ihrer Lehrer Frau Plickat und Herrn Noffke genießen durften.

Schon die Zugreise geriet zu einem gelassenen und lustigen Ereignis, trotz eines bedeckten Himmels und zarten Regens, machte man sich, gleich nach der Ankunft auf, die Innenstadt kennenzulernen und wenn möglich, typisch holländisches Essen zu finden. Die Gruppe landete, angesichts fehlender Kenntnisse, in der „Schanze“ dieser 900 000 Einwohnerstadt und bemerkte schnell, dass Amsterdam, im Gegensatz zu anderen Metropolen, aus einer reichen Anzahl von kleinen Läden besteht.

Es empfiehlt sich, in dieser toleranten Vielvölkerstadt, bedingt durch die zahlreichen holländischen Kolonien, den Menschen freundlich zu begegnen, Termine fest einzuhalten und durchaus Deutsch zu sprechen. In ihrer Gastfreundlichkeit bemühen sich die Bewohner dieser Stadt sehr um eine effektive Ansprache und da schien die deutsche Sprache häufig verbindlicher. Man stelle sich vor, wir würden versuchen, Gäste aus Holland in ihrer Sprache zu empfangen.

Amsterdam hat eindeutig London als InCity Europas den Rang abgelaufen. Auf den Straßen tummeln sich Menschen aus vielen Ländern, endlos erscheinende Einkaufsmöglichkeiten, von Esskonsum bis Galerienkultur laden zum stundenlangen Bummeln ein, oft begleitet von einem seltsamen Duft, der aus sogenannten Coffeeshops auf die Gasse drückt.

Die Gruppe genoss eine lehrreiche Grachtenfahrt, natürlich, das experimentierfreudige Wissenschaftsmuseum NEMO, in dessen Laboratorien eine Versuchsreihe vollzogen wurde. Spätestens im van Gogh-Museum wurde deutlich, wie viele Menschen in Amsterdam die Museen aufsuchen. Als Gruppe erhält man übrigens immer ein Zeitfenster von ca. 1 Stunde, danach hat man das Haus wieder zu verlassen.

Freitagabend gönnte sich die Gruppe, nach langem Stadtbummel, den Besuch eines Edelrestaurants in einer alten Turbinenhalle vor der Stadt. In äußerst stimmiger Neugierde wurden z.B. erstmals Austern verkostet, um die Welt der fischbetonten holländischen Küche kennenzulernen.

Am Abreisetag ging es in das Rijksmuseum, dem Stolz der niederländischen Kunstgeschichte, in dem prächtige Kultur-Sammlungen durch Werke von Velasquez, Rembrandt und Vermeer gekrönt werden. Die Gruppe flüchtete quasi nach 1½ Stunden Museumsbesuch vor den hereinbrechenden Besuchermassen.

Erfüllt vom komprimierten Bildungs- und Genussaufenthalt wurde die gehetzte Odyssee der Rückreise von Bahnhof zu Bahnhof, von Wartezeit und Verspätung immer durch die gleiche Ansage begleitet: „Die Deutsche Bahn wünscht Ihnen eine schöne Reise...!“

Augustin Noffke, Anke Plickat, 20.1.2020